Meine Wurzeln, meine Heimat

Geboren bin ich am 26.8.1977 in Köln. Auch wenn ich dort nur meine ersten Lebensjahre verbracht habe, so fühle ich mich mit Kölnern, ihrer Sprache und Mentalität immer noch verbunden. Wahrscheinlich, weil es die erste Umgebung und Sprache war, mit der ich aufgewachsen bin. Die Sprache klingt in meinen Ohren immer so vertraut und ich freue mich immer, wenn ich Kölner treffe, da ist meist sofort eine Verbindung da.

Nach einem Zwischenstopp in Wuppertal bin ich 1984 nach Mannheim gezogen. Mannheim ist die Stadt in Deutschland, zu der ich den größten emotionalen Bezug habe. Hier habe ich meine Schulzeit von der 1. bis zur 13. Klasse, mein Studium sowie meine ersten Berufsjahre erlebt. Bis zum heutigen Tag habe ich immer noch einen starken Bezug zu dieser Stadt, bin öfter dort und halte Kontakt zu Leuten. Mehr als zwei Jahrzehnte (von einem Auslands-Semester und zwei Auslandspraktika während des Studiums abgesehen) habe ich in Mannheim gewohnt und werde diese Stadt auch immer in meinem Herzen tragen.

Mehr als ein Jahrzehnt (Anfang 2006) ist es her, dass ich nach Wien gezogen bin. Das ist so ein langer Zeitraum, dass ich mich schon sehr lange mit Österreich identifiziere. Meine Aussprache ist (Bundes-)Deutsch, aber mein Vokabular recht österreichisch. Meine Wurzeln kommen aus Deutschland, aber die Dinge, die mein jetziges Leben sehr beeinflussen, wie z.B. das Boxen oder meine spirituelle Seite, haben ihren Ursprung in Österreich. Ohne diese Dinge wäre ich jetzt nicht die Nicole, die ich bin.

Seit ich 2012 Profiboxerin wurde, komme ich wieder mehr nach Deutschland als zuvor. Meine Homebase ist Wien, jedoch komme ich für die finale Vorbereitungsphase (Sparring) meist nach Berlin, so dass sich mein derzeitiges Leben seit 2013 hauptsächlich in den Städten Wien und Berlin abspielt. Ich boxe sowohl in Deutschland als auch in Österreich und auch mein Trainer-Team ist eine Mischung aus Österreich und Deutschland.

Auf meiner Wettkampfkleidung trage ich daher auch immer 2 Flaggen: die deutsche Flagge für meine Wurzeln und Nationalität und die österreichische Flagge für meine Heimat und Geburtsstätte meines boxerischen Lebens.

Facts & Figures

Name: Nicole Wesner

Wohnort: Wien, Berlin

Nationalität: Deutsch

Geburtstdatum: 26. August 1977 (Köln)

Jetziger Beruf: Profi-Boxerin

Früherer Beruf: diverse Funktionen im Marketing-Management & Vertrieb

Studium: International Business

Meilensteine meiner Box-Karriere: 2009 Beginn mit dem Boxen; 2011 Österreichische Staatsmeisterin (Amateurboxen) Leichtgewicht; 2012 Wechsel in die Profi-Liga; September 2014 WIBF Interkontinental Meister Leichtgewicht, Dezember 2014 Weltmeisterin (WIBF & WBF) Leichtgewicht, September 2015 Weltmeisterin WIBF, WBF & GBU Leichtgewicht; 4. Dezember 2016 erfolgreiche Verteidigung der 3 Titel; 8.7.2017 Weltmeisterschaft zum 4. Mal gewonnen; 22.9.2018 WM zum 5. Mal gewonnen.

Gewichtsklasse: Leichtgewicht 61,2 kg (135 lbs)

Gym: in Wien trainiere ich im Gym23; vor meinen Kämpfen trainiere ich mit meinem Profi-Trainer Steven Küchler in Berlin.

Trainer: Gym23, Steven Küchler und Athletik-Coach Mag. Dominik Schmidt

Einmarschsong: Denn dafür leben wir (Höhner)

Ranking (Status 12.1.1.2018): WBF = 1; WBC = 5; WBA = 4; WIBA = 4

Mein Motto: wenn Du etwas tust, dann tue es mit Deinem ganzen Herzen

Was ich mag: Boxen, Boxen, Boxen:-) Zen-Buddhismus, Essen, Rohkost, Zeit mit Freunden verbringen, Meditieren, Reisen, iberoamerikanische Länder, Yoga, Hörbücher, Strand, Chillen am Naschmarkt (Wien), Eis, Latino Musik, das Meer, Erfolgserlebnisse im Training sehen, Gewinnen, wenn befreundete Sportler gewinnen, Rohkost-Torten, Tanzen, Wellen, andere mit meiner Leidenschaft fürs Boxen anstecken, Skifahren, Wellenreiten, Mediterane Länder, Sonne

Was ich nicht mag: Ungerechtigkeit, Diskrimierung jeglicher Art, nicht einschlafen können,  Abnehmen für einen Kampf, nicht zufrieden mit meiner sportlichen Leistung zu sein, Schubladendenkerei, wenn ich ohne trifftigen Grund geweckt werde, falsche Leute, blödes Geschwätz über's Frauenboxen, schlechtes Wetter, leerer Kühlschrank

 

Fotografie: Michael Weinwurm