Bereits als Kind habe ich immer Fernweh gehabt. Ewig lang konnte ich mich mit einem Atlas beschäftigen, habe mir ausgemalt, wo ich mal überall hin will. So habe ich einen internationalen Studiengang gewählt, in Frankreich studiert, in Italien und Belgien gearbeitet. Bevor ich geboxt habe, investierte ich einen großen Anteil meines Verdienst ins Reisen. Mein Interesse für die große, weite Welt hat dazu geführt, dass ich mir nach und nach verschiedene Sprachen angeeignet habe, einzig und allein aus echtem Interesse an diesen Ländern. 

(Fotografie: Nicole Wesner)

(Fotografie: Nicole Wesner)

Ich höre gerne anderen Menschen zu, wenn Sie von Erfahrungen aus anderen Ländern erzählen. Sprachen und Neugierde sind meine Brücken zu anderen Kulturen, denn Rassismus  lehne ich generell ab. Den besten Draht habe ich zu iberoamerikanischen Ländern. Ich mag Land, Leute, Essen, Musik und einfach alles aus diesen Ländern sehr gerne. Ein Wunsch von mir ist mal ganz Lateinamerika mit dem Rucksack  von Tijuana (Mexiko) bis Ushuaia (Argentinien) zu bereisen.

Ein Wunsch von mir ist mal ganz Lateinamerika mit dem Rucksack von Tijuana (Mexiko) bis Ushuaia (Argentinien) zu bereisen.

Seit ich boxe, habe ich dieses Interesse zurück stellen müssen. Lange Urlaube ohne Boxtraining sind nicht möglich und die ein oder andere Sprache ist bereits am Einrosten. Jetzt, als Boxerin, ist es nicht mehr möglich,  dass ich mir relativ kurzfristig ein Ticket nach Südamerika kaufe, um dort mit dem Rucksack zu reisen. Das ist eines der größten Opfer, die ich für das Boxen bringe. Aber ich brauche ja auch noch Wünsche,  wenn sich mein Boxtraum erfüllt hat, oder;-)?