Noch 4 Tage!

In 4 Tagen ist es soweit und ich treffe auf Pasa Malagic (Bosnien). Grund genug nochmal die Kontrahenten zu vergleichen:

Profiboxen: Nicole 15 Kämpfe, 15 Siege (davon 7 durch Knock-out); Pasa: 17 Kämpfe, 12 Siege (davon 3 durch Knock-out).

Photografie: links Kay Uwe Fischer; rechts: Team Pasa Malagic

Photografie: links Kay Uwe Fischer; rechts: Team Pasa Malagic

Wenn man Kampfrekorde vergleicht, ist es auch immer interessant, sich die Vergangenheit bei den Amateuren anzuschauen.

Amateur: Nicole 1 x Sieg Staatsmeisterschaften; Pasa 6 x Sieg nationale Meisterschaften; 5. Platz Junior World Championship, ausserdem hat sie laut ihrem team viele internationale Tuniere gewonnen und wurde mehrfach ausgezeichnet als beste Boxerin der Tuniers.


Wie Ihr alle wisst, habe ich erst mit 32 Jahren mit dem Boxen begonnen, meine Amateurlaufbahn war daher sehr kurz.

2011 wurde ich österreichische Staatsmeisterin- übrigens die erste Frau in Österreich, die diesen Titel verliehen bekommen hat, ich durfte also etwas Boxgeschichte schreiben. Pasa boxt wirklich schon viele Jahre, hat deutlich mehr Erfahrung als ich. Wir beide haben ein großes Kampferherz, das wird sicher ne coole Schlacht!! 🔥

Für Entertainment sorgt ebenfalls mein Dancing Stars Tanzpartner Dimitar Stefanin. Er hat damals versprochen, dass er mein Ringboy (Nummernboy) wird, wenn wir es ins Finale schaffen. Wir haben es ins Finale geschafft und er hält sein Wort! Auf diese Ringchoreografie bin ich schon sehr gespannt, er hat ja sehr viele unterschiedliche Bewegungen drauf von klassisch über heisse Latin Moves bis hin zu Hip Hop. Ausserdem ist es immer sehr lustig mit ihm! Wir haben uns ja schon mal den Ring angeschaut, damit er sich eine Vorstellung macht und er hat wie immer ziemlich rumgeblödelt, so dass ich mich weggeschmissen habe vor Lachen. Ich hoffe, dies passiert mir nicht beim Kampf, denn ich brauche meine Puste;-) Das ist a bisserl meine Befürchtung: ich komme nach Luft ringend in die Ecke (sagen wir mal Runde 8, wenn die Luft immer knapper wird). Dimitar macht in der Pause irgendwas Lustiges, ich schaue versehentlich hin und weg ist die letzte Puste!

Ich hoffe, er konzentriert sich darauf, meine Gegnerin abzulenken, da hätte ich nix dagegen;-)

Es ist übrigens überhaupt sein allererster Boxkampf, den er sieht. Und das gleich mittendrin, statt nur dabei! Es wird auf jeden Fall ein cooler Abend. Ich freue mich auch, dass uns viele Dancing Stars anfeuern wie Peter Hackmair und Julia Burghardt, mit denen Dimitar und ich übrigens gemeinsam den Double Dance zu “Mambo Italiano” in der 5. Show getanzt haben; die ehemalige Skirenn-Weltmeisterin Lizz Görg,, Schauspieler Martin Leutgeb; der ehemalige Thaiboxweltmeister Fadi Merza, Sängerin Virginia Ernst sowie Sänger und Musical-Darsteller Drew Sarich, der übrigens selbst boxt! Er har sich für seine Rolle im Musical Rocky in einem Boxclub vorbereitet, liebt seither das Boxen und boxt nach wie vor.

Am 6.7.2019 stehe ich wieder im Ring

Nach Dancing Stars bin ich direkt in die Vorbereitung für meine Weltmeisterschaft gestartet. Eigentlich wäre ein Urlaub nach diesem intensiven Projekt schön gewesen, andererseits stand meine Titelverteidigung an und so konnte ich meine Fitness durch mein 3-monatiges “Tanztrainingslager” mit in die WM-Vorbereitung nehmen. Ausserdem kann ich dann im Anschluss an die WM meinen Urlaub in Wien machen, denn Wien im Sommer ist einfach der Knaller.

Apropos Fitness aufgrund meiner Zeit als Dancing Girl:

Üblicherweise dauert eine WM-Vorbereitung 3 Monate, davon sind die ersten 4-6 Wochen Konditionstraining, bevor es dann zu boxspezifischen Trainingseinheiten wie Partnerübungen oder Sparrings übergeht. Meine letzten 4 Wochen bei Dancing Stars waren im Prinzip meine ersten 4 Wochen meiner WM-Vorbereitung (Konditionstraining). Wir haben ja in den letzten 4 Wochen immer 2 Tänze pro Show lernen müssen, so dass wir ordentlich trainiert haben und ich fit in die WM-Vorbereitung gestiegen bin.

Meine Gegnerin wird die Bosnierin Pasa Malagic sein, die einen Kampfrekord von 17 Kämpfen (12 Siege, 5 Niederlagen) hat. Ich habe bisher 15 Profikämpfe bestritten, die ich alle gewonnen habe (7 durch Knock-out). Die Kampferfahrung ist im Bereich Profi-Boxen ist also recht ähnlich, wieviele Kämpfe sie als Amateurboxerin bestritten hat, weiss ich nicht- ich weiss nur, dass sie auch Amateurboxerin war. Vor zwei oder drei Jahren hatten wir schon vor gegeneinander zu boxen. Sie hatte jedoch dann eine kurze Boxpause, so dass daraus nichts wurde. Nun haben wir den Kampf vereinbart und sehen uns am 6.7.2019 im Ring.

Es wird meine sechste Weltmeisterschaft der Verbände WIBF, GBU und WBF im Leichtgewicht sein. Viele denken daher, dass ich 5-fache Weltmeisterin bin, da in allen anderen Sportarten ausser Boxen die Anzahl der gewonnenen Weltmeisterschaften zählen. Im Boxsport hingegen wird immer die Anzahl der Verbände gezählt, daher bin ich also seit mehreren Jahren dreifache Boxweltmeisterin.

Ich freue mich, dass die Weltmeisterschaft vom Österreichischen Rundfunk (ORF) medial begleitet wird.

Der Kampf wird in der Anton-Baumgartnerstrasse 40 sein. Neben meinem Kampf werden noch weitere Box- sowie Kickboxkämpfe zu sehen sein.

Wer Tickets möchte, bitte bei mir melden!

Photografie: Johannes Stamcar

Photografie: Johannes Stamcar

Rückblick: wie ich meine WM erlebt habe

Nach einer Ringpause von über 15 Monaten stand ich endlich wieder im Ring. Die Gegnerin Diafana Salazar kam aus der Domenikanischen Republik, hatte 9 Kämpfe, 9 Siege- davon 8 vorzeitig. Und das war es auch schon, was ich von ihr wusste. Es gab kein Video, kaum Fotos, aber der Veranstalter kannte sie und meinte, das passt sicher. Nun gut- aber wie bereite ich mich auf so eine Gegnerin vor?

 

Ich hatte als Sparringspartner daher sehr unterschiedliche Boxer. Größere, Kleinere, Linksausleger und Rechtsausleger. Es war die erste Sparringsphase, in der ich mich nur mit Männern vorbereitet hatte. Es war eigentlich anders geplant, aber am Ende habe ich mich mit 6 unterschiedlichen Jungs vorbereitet. Hat alles so seine Vor- und Nachteile, ob man weibliche oder männliche Sparringspartner hat.  An dieser Stelle möchte ich nochmal bei allen Sparringspartnern bedanken, die mich so toll vorbereitet haben, Jungs- das ist auch Euer Sieg :-)

 

Meine Sparringsphase hatte schon mal ein paar Hürden
Fotografie: Lars Ternes

Fotografie: Lars Ternes

Meine Sparringsphase hatte schon mal ein paar Hürden.. Ich hatte Monate lang mit meinem Knie zu kämpfen, so dass viele Trainingsmittel für das Ausdauer-Training weggefallen sind. Daher möchte ich mich bei Dominik Schmidt, meinem Athletik-Trainer bedanken (Gym Optimum), der mich trotz dieser Hürden super vorbereitet hat.

Die nächste Hürde war, dass ich im Sparringsblock krank wurde, so dass ich eine Woche kein Sparring machen konnte und Antibiotika nehmen musste. Wenn ein großer Teil der Ausdauer aus der Unmittelbaren Wettkampfvorbereitung kommt und man ausgerechnet in dieser Zeit eine Woche flach liegt, dann ist es nicht sehr optimal. Das ist nicht das erste Mal, dass ich in der Vorbereitung einer WM krank wurde. Als ich im Dezember 2014 Weltmeisterin wurde, lag ich 10 Tage während der Sparringsphase im Bett. 

Wenn ich von 3 WMs bei 2 krank wurde und diese 2 WMs beide in im Dezember waren, dann ist der Dezember anscheinend kein guter Monat für mich für eine Weltmeisterschaft ist mein Fazit.

 

Nicht nur ich wurde krank. Auch der Trainer der Gegnerin erkrankte plötzlich und konnte nicht kommen. Zwei Wochen vor dem Kampf hiess ich, ich muss das Ticket umbuchen. Das Ticket umbuchen war ein Gewaltakt vor mehreren Stunden bis sich herausstellte, dass es günstiger ist, ein neues Ticket zu kaufen, statt das alte Ticket umzubuchen. „Warum muss ich eigentlich ein neues Ticket kaufen. Was kann ich denn dafür, dass der Trainer der Gegnerin krank wurde“ grummelte ich. „Du kannst nichts dafür und musst auch kein Ticket kaufen. Aber dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Diafana nicht kommen wird.“ Also musste ich in den saueren Apfel beissen und ein total überteuertes Ticket für einen Flug aus der Domenikanischen Republik kaufen. Obwohl ich noch nicht mal wusste, ob sie ein Visum bekommen, denn der Termin für das Visum war erst 2 Tage vor Abflug.

 

Meine Nerven waren etwas angespannt

Meine Nerven waren etwas angespannt, auch wenn man mich immer wieder beruhgt hat, dass Visa aus der Domenikanischen Republik kein Problem seien. Aber zu frisch war noch die Erinnerung an die afrikanische Gegnerin Muthoni, die kein Visum bekommen hat und der Kampf mit ihr daran scheiterte.

 

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt- glaub in keiner Branche passt der Spruch so gut wie im Boxsport.

Ihre Anreise war so geplant, dass sie 3 Tage vor dem Kampftag ankommt, damit der Flug aus den Knochen ist und sie frisch und fit am Sonntag Abend in den Ring steigen kann. Soweit zum Plan. Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt- glaub in keiner Branche passt der Spruch so gut wie im Boxsport. Donnerstag gegen halb eins sollten sie von Punta Cana in München ankommen und von dort um 14 Uhr weiterfliegen bis nach Hamburg. Gegen 14 Uhr rufen sie bei Boxen im Norden an, um zu sagen, dass sie den Flieger verpasst haben. 90 min. um den Gate auf dem sehr überschaubaren Flughafen in München zu wechseln, schienen wohl zu knapp kalkuliert. Ein Ersatzflug von München nach Hamburg kam nicht in Frage, nachdem ich schon ein ungeplantes drittes Ticket überteuert kaufen musste und der Flugpreis von München nach Hamburg so kurzfristig bei 300 € pro Ticket lag. Sie sollen also bitte zum Münchner Hauptbahnhof und bitte nochmal anrufen, wenn sie am Ticketschalter sind, so dass der Ticketkauf dann telefonisch absolviert werden kann.

 

Nachmittags gegen 17 Uhr rief Rafael von Boxen im Norden an, um sich nach dem Status zu erkundigen. Sie seien immer noch am Flughafen hiess es. „Was macht Ihr denn noch am Flughafen? Bitte fahrt zum Hauptbahnhof mit der U-Bahn und schaut, dass Ihr heute noch nach Hamburg kommt.“

Keine Domenicanos in Sicht

Dann waren sie mehrere Stunden wie vom Erdboden verschluckt. "Keine Domenicanos in Sicht" bekomme ich als Whatsapp-Nachricht. "Verflixt, warum habe ich keinen Direktflug gebucht?" Aber wer rechnet denn mit sowas.

Irgendwann waren alle Verbindungen nach Hamburg hinfällig und die einzige Verbindung war noch ein Nacht-Flixbus vom Münchner Flughafen bis Hamburg. Sie haben mir ja echt leid getan. Andererseits- selbst verschuldet. Hört sich an, als ob ich einen ziemlich Vorsprung hatte, da sie ja total fertig am Freitag in Hamburg angekommen ist von dieser Reise.

Mein Wiegen war der nächste Krimi

Aber diesen Vorsprung habe ich glatt verschenkt, da ich nämlich mein Wiegen etwas verbockt habe. Das war quasi der nächste Krimi. Ich hatte vorher noch nie Probleme mein Gewicht zu bringen. Meine Kämpfe in der Vergangenheit liefen eher so ab, dass ich erst wenige Tage vor dem Kampf mich ernsthaft um mein Gewicht kümmern musste. Mit dem Gewicht war ich auch schon in der Zielgeraden. 1 kg hat mir noch gefehlt, dass ich über Wasser machen wollte. Wer aus der Kampfsportszene kommt, weiss, dass 1 kg wirklich ein Witz ist. Meine Kollegen aus dem Mixed Martial Arts machen 3-4 kg (oder auch mehr) an einem Tag.

So stand ich vor der Wahl das Gewicht am Vorabend zu machen und mit meinem Gewicht zu Bett zu gehen oder ich trainiere eine Stunde vor dem offiziellem Wiegen. Ich entschied mich für Letzteres. Kam circa 90 min. vor dem offiziellen Wiege-Termin, zog meinen Schwitzanzug an und schmiess mich aufs Rudergerät. Nach 45 min. stieg ich vom Rudergerät, trocknete mich ab, zog trockene Klamotten an und stellte mich zur Probe auf die Waage, voller Überzeugung, dass das Gewicht jetzt passen müsste. „Waaas? 200 g in 45 min. im Schwitzanzug??“ Ich war platt. Mein Trainer auch. „Ok, wir machen das jetzt anders. Zieh den Schwitzanzug wieder an, wir machen jetzt eine kurze und intensive Boxeinheit.“ 

Ich muss dazu sagen, dass ich nicht gerne Tatze mache, wenn ich Gewicht mache. Die letzten 2-3 Tage vor dem Kampf, wenn ich das Gewicht runterbringen muss, mache ich lieber eine allgemeine Einheit als eine boxerische Einheit. Das ist nur in diesem Zeitraum so- ich mag den Prozess des Gewichtsmachens nicht so, ich bin da manchmal auch nicht so nett zu meinem Trainer und ich kann mich da auch nicht selbst leiden. Das möchte ich ihm lieber ersparen (auch wenn er mittlerweile weiss, was in den letzten 2-3 Tagen vor dem Kampf auf ihn zukommt).

Nun gut, aber wenn ich das Gewicht nicht bringe, dann habe ich ein Problem. Dann gibt es kein Titelkampf, der WM-Titel ist futsch, alles für die Katz. Ausser Spesen nix gewesen.

Wir arbeiteten explosiv an den Tatzen sowie am Sandsack. Ich war erstaunt, wie explosiv ich auf einmal war. Denn ich muss hinzufügen, dass ich nicht nur ein bisschen schlechte Laune habe beim Gewichtmachen; ich leide auch immer furchtbar, so dass ich überhaupt zu nix zu gebrauchen bin bis zum Wiegen. Also ungefähr so, als wenn ein Mann die berühmte Männergrippe bekommt- so kann man sich das vorstellen.

Aber aufeinmal war da keine schlechte Laune, ich war explosiv, in der Form meines Lebens quasi- also wenn es sein muss, geht es doch, war mein Fazit. Wenn es um die Wurst geht und man sich zusammenreissen muss, dann sieht man, was alles möglich ist.

Nach weiteren 30 min. Training im Schwitzanzug war ich mit dem offiziellem Wiegen dran. Ich trocknete mich ab, stellte mich mit trockenen Klamotten auf die Waage- und der Zeiger hat sich schon wieder nur 200 g bewegt! Ich war echt ratlos. 1 Stunde hatte ich ab nun Zeit, um das Gewicht runterzubringen.

 

Nach weiteren 30 min. im Schwitzanzug plus dicker Winterjacke auf dem Laufband habe ich das Gewicht endlich gebracht. Wahnsinn! Ist mir immer noch ein Rätsel was da los war. Eine von mehreren Erklärungen war, dass meine geflochtenen Zöpfe nass waren und dies soviel ausgemacht hat. Ich habe schon mal Gewicht gemacht mit einem Schwitzanzug und bin mit triefnassen Socken auf die Waage, um festzustellen, dass diese Socken fast ein halbes Kilo mit dem Wasser gewogen haben. Keine Ahnung, ist mir immer noch ein Rätsel alles...

Auf jeden Fall ändere ich etwas an meinem Prozess des „Gewichtsmachens“. Als Amateur habe ich 60 kg geboxt ohne Schwitzanzug & Co und das ging auch. Nochmal gebe ich mir so eine Tortur vor dem Kampf nicht. 

Glücklicherweise hat mich diese Tortur nicht allzusehr hinuntergezogen. Ich fühlte mich frisch und fit und beim Aufwärmen merkte ich, dass ich echt Lust auf den Kampf hatte. Kurz vor dem Kampf kam Steven zu mir und raunte mir ins Ohr „Pass auf, ich weiss, was die machen. Sie wird versuchen Dich auzukontern und über Deine Führhand drüber schlagen.“ „Wie kommst Du darauf?“ „Vertraue mir“. Keine Ahnung, was Steven gesehen oder gefühlt hat, aber wenn man über 300 Kämpfe erlebt und zig Kämpfe als Trainer betreut hat, dann riecht man anscheinend alles.

Der Kampf fing daher sehr beobachtend an
Fotografie: Sylke Meier

Fotografie: Sylke Meier

Der Kampf fing daher sehr beobachtend an. Ich beobachtete sie; sie wiederum wartete, dass ich endlich schlage. Das ist der Moment, in dem die Menge anfängt alle möglichen Schlagverbindungen und Schlagkombinationen reinzurufen, Personen, die nicht wissen, was der Plan von wem ist.

Die erste Runde verlief ausgeglichen mit Vorteilen bei mir.  

Die zweite Runde habe ich über die Führhand komplett kontrolliert. Ich habe sie dann mit einer Schlaghand-Geraden sehr hart getroffen und an ihren Augen und Körperhaltung merkte ich wie hart. Sie rollte ihre Augen, war ziemlich weggetreten und nicht mehr kampffähig, so dass ich nachsetzte mit einem 2. und 3. Angriff, bis der Ringrichter dazwischen ging, so dass es ein technischer Knock-out Sieg wurde, was wahrscheinlich ganz gut war, weil sie sicher schwer KO gegangen wäre.

Nach der Urteilsverkündung kam Alicia Melina Kummer (Weltmeisterin eine Gewichtsklasse über mir) in den Ring
Fotografie: Sylke Meyer

Fotografie: Sylke Meyer

Nach der Urteilsverkündung kam Alicia Melina Kummer (Weltmeisterin eine Gewichtsklasse über mir) in den Ring.

Sie gratulierte mir zum Kampf und frage, ob ich gegen sie mal boxen würde. Als Vorschlag kam der 2. April bei Boxen im Norden in Hamburg, ein Heimspiel für sie quasi.

Meine Antwort war, dass ich prinzipiell offen für den Kampf bin. Details müssen natürlich geklärt werden, aber ich bin offen, so dass da jetzt gerne Gespräche geführt werden können. Es wäre eine faire Sache, da wir beide über 3 Monate Zeit haben uns ordentlich vorzubereiten.

 

 

Ach Gott, war ich erleichtert nach dem Kampf

Ach Gott, war ich erleichtert nach dem Kampf. Ich jubelte, hüpfte in die Luft bei der Urteilsverkündung (keine Ahnung, warum ich das immer mache, das kommt irgendwie immer von alleine) und war froh. Nach so einer WM fällt einem doch die Last von den Schultern, vor allem, weil ich so lange nicht im Ring stand. Die Gegnerin hätte ruhig schwerer sein können, das ist halt etwas blöd, wenn es vorher kein Video gibt. Aber ich bin froh wie alles gelaufen ist. Ich möchte 2017 einige Kämpfe machen. Kaum war der Kampf vorbei, war neben dem Kampf mit Alicia auch noch ein anderer Kampf im Gespräch- also ich bin sicher, dass ich bald wieder boxe.

Fotografie: Klaus Frevert

Fotografie: Klaus Frevert

Aber erstmal die Weihnachtszeit und kurze Pause geniessen :-)

Danke

Danke an meine Trainer, ich sage es immer wieder und werde es immer wieder sagen, dass ich so froh bin Euch zu haben. Danke an meine Boxtrainer, von denen ich sehr viel lerne. Früher hatte ich „nur“ meine Schlagkraft, die ich als Ausgleich in die Wiege gelegt bekomme habe, weil ich den Sport leider so spät entdeckt habe. Von Jahr zu Jahr werde ich technisch besser, aber keine Sorge liebe Trainer, ich weiss, es ist noch Luft nach oben :-)

Danke auch an meinen Athletik-Trainer Dominik Schmidt. Er hatte es bei dieser WM nicht so einfach, denn ich hatte mit Knie-Problemen zu kämpfen und musste aber dennoch optimal für 10 Runden vorbereitet werden. Es ist athletisch unglaublich viel weitergegangen in letzter Zeit und in einer Sportart wie Boxen ist die körperliche Fitness sehr wichtig.

Apropos Knie- danke an mein liebes Physiotherapeuten-Team, die immer für mich da sind, wenn etwas zwickt und zwackt.

Danke an meine Sponsoren. Leistungssport ist ohne Sponsoren überhaupt nicht denkbar, denn es gibt zu viele Posten, die finanziert werden müssen: Karls, die meine WM gerettet haben und mit der ganzen Familie angereist sind, um mich nicht nur finanziell sondern auch lauthals zu unterstützen. 2B, ein Functional Fruit Drink mit 1 kg Obst je Dose, Lauretana, das m.M. beste Wasser der Welt, Adidas- eine Marke, die ich gerne empfehle, Vega Nova- die gesunde Schuhe und gesunde Möbel anbieten und wo ich mir bald meine gesündesten Winterschuhe, die ich jemals hatte, holen werde. Und Eden- die Kultbar, wo man wie anno dazumal das Tanzbein zu Chacha, Rumba und Jive schwingen kann (und wo Ihr mich am ehesten am Wochenende mal findet ;-)

Danke an Boxen im Norden für eine tolle Kooperation, ich hoffe, dass wir noch viele Kämpfe gemeinsam machen werden. Ich habe mich ein bisschen in Hamburg verliebt, ist wie Wismar eine wunderschöne Hansestadt und ich würde gerne wieder hier boxen.

Vielen Dank an alle Journalisten, die das Event so toll medial begleitet haben, was wäre der Sport ohne die passende Berichterstattung.

Ich habe es schon einige Male gesagt, aber ich möchte mich vor allem bei meinen Fans bedanken. Bei denen, die extra nach Hamburg gereist sind aber auch bei allen, die mich immer aus der Ferne unterstützen. So etwas merkt man auch aus der Ferne, wenn Leute wollen, dass man gewinnt. Manche verfolgen ja mein Boxerleben schon seit Profidebüt und ich hoffe, dass ich Euch Eure tolle Unterstützung mit vielen tollen Kämpfen „zurückgeben“ kann.

Was ich mir aus dem Kampf mitnehme?

Was ich mir aus dem Kampf mitnehme? Neben der Erfahrung und das wertvolle Training stelle ich fest, wie ich mich in Gelassenheit übe. 

Eine Boxmanagerin (ich glaube die Managerin von Özlem) sagte mal einen lustigen Satz über den Boxsport: „Man muss immer einen Plan A, B und C haben“. Das trifft den Nagel ziemlich auf den Kopf. Die Boxerei sowie mein Zen-Buddhismus schulen mich in Gelassenheit. Es bringt nichts an einem Plan zu kleben und sich aufzuregen, wenn etwas nicht funktioniert, macht nur schlechte Laune und graue Haare.

Statt dessen versuchen Steven und ich fast alles mit einem Lachen zu lösen, wenn etwas nicht nach Plan läuft, was ziemlich oft der Fall ist. Klappt nicht immer, aber immer öfter. Man kann dem ganzen Wahnsinn nur mit Humor begegnen.  Oder-  wie ich es in meinem Ninja Warrior Blog geschrieben habe:  man muss manche Episoden einfach als Sammeln von Parkbank-Geschichten betrachten. Wenn ich mal 80 Jahre alt bin und auf der Parkbank sitze, dann habe ich einige Geschichten zu erzählen. 

man muss manche Episoden einfach als Sammeln von Parkbank-Geschichten betrachten

Der Boxsport ist ein magischer Sport, der viele Leute in den Bann zieht. Und ein Sport, der Unterstützung bekommt von vielen Leuten. Veranstalter, Kämpfer, viele Journalisten aus der Boxszene, Funktionäre- die meisten Leute machen das hauptsächlich für wenig bis gar nichts. 

Veranstalter legen bei Veranstaltungen meist drauf und haben einen Riesen-Stress bei jeder Veranstaltung. 

Kämpfer leben meist nur von Sponsoren und oft sind die Ausgaben höher als die Einnahmen. 

Funktionäre haben zwar Gagen, aber auch einige Ausgaben wie Lizenzen und Besuche bei Conventions (damit sie Einsätze als Kampfrichter bekommen), so dass da auch kaum etwas übrig bleibt. 

Die meisten Boxjournalisten schreiben Artikel um Artikel zu allen nationalen und internationalen Kämpfen, aber die Werbeeinnahmen stehen in keinem Verhältnis zum Aufwand.

Warum machen wir das dann alles? Weil wir den Sport lieben. Wir machen unsere Milchmädchen-Rechnung, dass sicher eines Tages sich alles rechnen wird, aber insgeheim sind wir nicht immer davon überzeugt, ob das alles so einen Sinn macht. Aber den Zweifel lassen wir nicht richtig in unser Herz hinein, weil es darum eigentlich gar nicht geht. Es geht um die Liebe zum Sport und wenn wir nicht tun, was wir lieben, DANN stellt sich eigentlich die Frage nach dem Sinn, oder? Es geht um Liebe (zum Sport), Emotionen (die uns verbinden) und die Parkbank-Geschichten, die unser Leben bunt und spannend machen.

Danke, dass Ihr Teil meiner Parkbank-Geschichten seid!

In 4 Wochen ist es soweit!

Die Zeit verrinnt wie im Flug- in 4 Wochen ist es soweit und ich stehe wieder im Ring! Ich hatte dieses Jahr ziemlich Pech, weil einige Kämpfe geplant waren, die dann nicht stattgefunden haben.   Daher drehe ich auch ein paar Sparringsrunden mehr. Meine Sparringsphase hat schon begonnen und ich freue mich schon sehr! Die Veranstaltung wird sicher klasse. Boxen im Norden, der Veranstalter des Boxevents am 4.12.2016, ist für tolle Boxabende bekannt. 

Wer mich live vor Ort anfeuern will, hier gibt es die Tickets.

Fotografie: Irene Schaur

Nächte Weltmeisterschaft ist fix!

Fotografie: Irene Schaur

Fotografie: Irene Schaur

Am 4.12.2016 werde ich in Hamburg meine drei Titel gegen Diafana Salazar verteidigen. Sie kommt aus der Domenikanischen Republik und hat eine Kampfbilanz von 9 Kämpfen und 9 Siegen, davon 8 durch KO.

Es ist die erste Gegnerin von der ich nichts weiss. Meistens findet man ja doch mal eine Video-Sequenz von jemand, aber bei Salazar bin ich nicht fündig geworden. Vielleicht hat das auch einen Vorteil. Im letzten Kampf habe ich mir ein paar gezielte Aktionen für die Gegnerin ausgedacht, die aber leider nicht funktioniert haben, aber ich habe sie dennoch immer wieder wiederholt. Manchmal ist man etwas zu festgefahren, wenn man denkt, man wüsste mit welchen Mitteln man den Gegner besiegt. Solch eine Erfahrung haben schon einige Boxer gemacht. Ich werde gut vorbereitet in den Ring steigen und dann werde ich nach den ersten Minuten merken, mit welcher Strategie und Taktik ich sie bekämpfen kann.

Mit dabei wird die Wiener Band Youno sein. Ich spiele die Hauptrolle in dem Musik-Video ihres neuen Songs, den sie dort zum ersten Mal live spielen werden. 

Boxen im Norden ist bekannt für tolle Events. Die Matchmakings sind gut und auch das ganze Drumherum ist stilvoll. Ich freue mich sehr, dass ich dort boxen darf. Neben mir wird noch mein Boxkollege Mansur Elsaev (ebenfalls Gym23, Wien), Jürgen Doberstein (Saarland), Sebastian LoZito (Hamburg) sowie Rafael Bejaran (Hamburg) boxen. Die Karten sind ab sofort via www.eventim.de erhältlich.

Neuer Sponsor, neuer Kampf!

Ich freue mich über die Kooperation mit einem neuen Sponsor! Karls betreibt landwirtschaftlich orientierte Freizeitparks (Karls Erlebnis-Dorf) sowie einen Online Shop http://www.karls-shop.de, der tolle Produkte insbesondere zu Obst anbietet. Karls Hauptprodukt sind Erdbeeren und Erdbeer-Produkte, passt also super zu jmd, der sich fast nur von Obst ernährt :-)
Karls wird mich bei meiner nächsten WM unterstützen. Wird Zeit wieder in den Ring zu steigen!! 13 Monate war ich nicht mehr im Ring, hatte ein bisschen Pech dieses Jahr. Zeit den Ringstaub wieder loszuwerden! Mehr Infos demnächst!

 

Presse zur Weltmeisterschaft

Hier sind einige Artikel, die im Zusammenhang mit meiner Weltmeisterschaft erschienen sind. Leider bekomme ich nicht alle Artikel mit, daher freue ich mich, wenn Ihr mir Bescheid gibt, wenn Ihr einen Artikel von mir seht. Dankeschön!

Berichte vor der WM:

Ostsee-Zeitung 22.06.2015   

Ostsee-Zeitung 22.06.2015

 

Ostsee-Zeitung (Titelseite) 8.9.2015   

Ostsee-Zeitung (Titelseite) 8.9.2015

 

Ostsee-Zeitung (Lokalteil) 8.9.2015   

Ostsee-Zeitung (Lokalteil) 8.9.2015

 

Ostsee-Zeitung 13.9.2015

Ostsee-Zeitung 13.9.2015

Ostsee-Zeitung 3.9.2015

Ostsee-Zeitung 3.9.2015

Ostsee-Zeitung 30.8.2015

Ostsee-Zeitung 30.8.2015

Ostsee-Zeitung 5. September 2015

Ostsee-Zeitung 5. September 2015

Ostsee-Anzeiger 2.9-8.-9.2015

Ostsee-Anzeiger 2.9-8.-9.2015

Heute 3.9.2015

Heute 3.9.2015

Ozelot 3.9.2015

Ozelot 3.9.2015

Ostsee-Zeitung Titelblatt am 3.9.2015 in Rostock, Wismar, Rügen, Ribnitz-Damgartner Zeitung, Grevesmühlen, Rügen, Usedom-Peene und Stralsund

Ostsee-Zeitung Titelblatt am 3.9.2015 in Rostock, Wismar, Rügen, Ribnitz-Damgartner Zeitung, Grevesmühlen, Rügen, Usedom-Peene und Stralsund

Kurier 6.9.2015

Kurier 6.9.2015

Der nachfolgende Artikel "Jammern ist keine Option" ist in den Tageszeitungen des Redaktionsnetzwerk (RND) Deutschland erschienen. Zur RND-Gruppe gehören:

  • Brandenburg: Märkische Allgemeine Zeitung
  • Hessen: Gelnhäuser Neue Zeitung
  • Mecklenburg Vorpommern: Ostseezeitung
  • Niedersachsen: Aller Zeitung, Eichsfelder Tagesblatt, Göttinger Tagesblatt, Hannoversche Allgmeine Zeitung, Neue Presse, Peiner Allgemeine Zeitung, Wolfsburger Allgemeine Zeitung
  • Sachsen: Dresdner Neueste Nachrichten, Leipziger Volkszeitung
  • Sachsen-Anhalt: Naumburger Tageszeitung
  • Schleswig Holstein: Lübecker Nachrichten

 

Ein Interview mit Boxen1, eines der größten Boxsportportale im deutschsprachigem Raum:

http://www.boxen1.com/nicole-wesner-vor-doppel-wm-7108/

Bericht von GroundandPound, das größte Portal im deutschsprachigem Raum für Martial Arts vor der WM: http://www.gnp1.de/allgemein/vorberichte/news/nicole-wesner-im-goldrausch-dritter-wm-guertel-wird-angepeilt/

 

Berichte nach der WM:

 

Titelblatt Ostsee-Zeitung 7.9.2015

Titelblatt Ostsee-Zeitung 7.9.2015

Ostseezeitung (Lokalteil) 7.9.2015

Ostseezeitung (Lokalteil) 7.9.2015

Heute 8.9.2015

Heute 8.9.2015

Bericht von GroundandPound nach der WM: http://www.gnp1.de/boxen/allgemein/news/nicole-wesner-erkaempft-dritten-wm-titel-in-wismar/

Kurier: http://m.kurier.at/sport/sportmix/es-ist-viel-blut-geflossen/151.426.450

Orte im Norden: https://www.orte-im-norden.de/nordwestmecklenburg/wismar/nicole-wesner-holt-dritten-wm-titel/

http://www.pressreader.com/austria/kurier/20150906/282080570607245/TextView

http://www.ln-online.de/Sport/Sport-im-Norden/Nicole-Wesner-Dreifache-Weltmeisterin

http://www.vienna.at/wiener-boxerin-nicole-wesner-kuert-sich-zur-dreifach-weltmeisterin/4447174

Es fehlen noch einige Artikel, die ich demnächst ergänzen werde, sofern ich die Artikel erhalte.

WM-Vorbereitung fast abgeschlossen, in einer Woche stehe ich wieder im Ring!

Die Zeit ist mal wieder unglaublich geflogen! Meine WM-Vorbereitung ist nahezu abgeschlossen. Ich danke meinen Sparringspartnern Milena Koleva und Aniya Saki, meinen Trainern sowie dem Club Legends, dass wir in der unmittelbaren Wettkampf-Vorbereitung die Räumlichkeiten in Berlin nutzen konnten.

Vor einem Jahr habe ich bereits in Wismar geboxt. Es war mein allererster Titelkampf, die Interkontinentalmeisterschaft, die nach meinem Sieg das Ticket für die WM bedeutet hat. Die Stadt Wismar ist wunderschön und überall bin ich auf sehr herzliche Menschen gestossen, daher reise ich mit sehr positiven Gefühlen in diese Stadt. Ich freue mich!

Ostsee-Zeitung 29.8.2015

Ostsee-Zeitung 29.8.2015

Hier noch ein paar Infos zu der Veranstaltung http://boxenplus.de/boxen-in-wismar-psp-veranstaltet-am-6-september/

1. Titelverteidigung um 2 Tage verschoben

Meine 1. Titelverteidigung (Wismar), die ursprünglich für den 4. September geplant war, ist nun um 2 Tage verschoben worden. Grund ist das EM-Qualifikationsspiel Deutschland gegen Polen, welches in RTL übertragen wird. In manchen Städten hat dies vielleicht keinen großen Effekt, aber Wismar ist eine sehr Fussball-lbegeisterte Stadt, so dass das Projekt-Team sich entschieden hat, die WM lieber auf den Sonntag zu legen. Da die ursprüngliche geplante Halle am 6.9 jedoch nicht frei war, findet der Kampf wie vor einem Jahr in der Markthalle statt, worüber ich mich sehr freue, denn die Markthalle hatte eine ungewöhnlich schöne Atmosphäre (vielleicht erinnert sich der ein oder andere an das Foto, dass ich vor 1 Jahr von der Halle gemacht habe)

Ostseezeitung 8/9. August 2015

Ostseezeitung 8/9. August 2015

Ostsee-Zeitung 8./9. Augst 2015

Ostsee-Zeitung 8./9. Augst 2015

Karten, die für den 4.9 bereits gekauft wurden, behalten für den 6.9 ihre Gültigkeit

Ostsee-Zeitung 13. August 2015

Ostsee-Zeitung 13. August 2015