Meine Zeit bei Dancing Stars

Photografie: ORF

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Das große Finale von Dancing Stars liegt nun hinter mir. Wirklich hinter mir liegt es noch nicht, es ist immer noch so sehr präsent. Nach wie vor habe ich all die Bilder und Gefühle in mir, die in den letzten Momenten eines unglaublichen Projektes entstanden sind.

Drei Monate bin ich in eine komplett andere Welt getaucht. Ich fühlte zurückkatapultiert in meine Teenagerzeit von meinem 13.-15. Lebensjahr, als ich fast jeden Tag in der Tanzschule verbracht habe. Manchmal höre ich Personen erzählen, sie seien in ihrer Kindheit von den Eltern zur Tanzschule verdonnert worden und kann es gar nicht verstehen. Meine Tanzschulzeit in meiner Kindheit war einer meiner schönsten Lebensabschnitte in meinem Leben.

So auch mit Dancing Stars. Die Möglichkeit zu haben, den ganzen Tag zu tanzen war einfach ein Traum, der niemals aufhören sollte. Im Sport wird oft das Wort Disziplin verwendet, aber ich benutze dieses Wort nicht gerne, da es „etwas tun müssen“ assoziert. Wenn ich aber brenne für etwas, dann geht es um „etwas tun wollen“. Ich bin in diese Welt eingetaucht und wollte alles aufsaugen, habe mir Video von tollen Profitänzern gesehen, Infos gesammelt oder zur Motivation Tanzfilme geschaut. Glaub Boxen und Tanzen sind die meistverfilmten Sportarten und das liegt meiner Meinung nach daran, dass dies einfach magische Sportarten sind. Es gab keinen einzigen Tag, an dem ich mich nicht auf das Tanztraining gefreut habe!

Tanzen hat mich glücklich gemacht

Bereits vor Dancing Stars habe ich sehr oft gesagt: Tanzen macht gute Laune. Man kann von der Tanzfläche nur mit einem Lächeln kommen! Karina Sarkissova meinte, ich hätte mich während meiner Dancing Stars Zeit positiv verändert und das ist sehr gut möglich. Alles, was wir machen, hat eine bestimmte Energie und Wirkung auf den Körper und Geist. Boxen als Wettkampfsport ist ein sehr harter Sport. Ich trainiere sehr viel für meinen Sport, weil ich meinen Sport so liebe. Dennoch war es mir immer wichtig, einen Ausgleich für den Körper und Geist zu haben und habe dies immer in Yoga und Zen gesucht. Yoga und Zen haben mir immer geholfen loszulassen und im Moment zu sein. Aber im Tanzen habe ich dies nochmal auf einer anderen Ebene gelernt. Ein Freund von meiner Zen-Sangha hat mir eine Whatsapp-Sprachnachricht geschickt. Er hat gesagt, er hat mich gerade in Dancing Stars gesehen und hat gesehen, dass es mir gut tut und dass das Tanzen so einen tollen Effekt auf mich hat. „Ich habe Dich noch nie so weich und so sanft gesehen. Es war wunderschön und ich möchte Dir dazu gratulieren. Ich denke, dass diese Zeit beim Tanzen in Dir sehr viel bewegt hat es war toll Dich so zu sehen.“

Tanzen hat mich mental gestärkt

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Tanzen als Tuniersport oder Showtanz bedeutet, das man zunächst die Schritte und Choreografie lernt und dann am Ausdruck (Gesicht) arbeitet. Wenn man allerdings immer nur wenige Tage Zeit hat, um einen oder gar mehrere Tänze zu lernen, dann muss man schauen, dass man dies schon vorher hinbekommt. Oft hatte ich das Gefühl, ich brauche erst die Sicherheit, dass ich es kann, bevor ich mit Selbstvertrauen im Körper und Gesicht tanze. Dimitar sagte mir allerdings, dass ich immer viel besser tanze, wenn ich das Selbstvertrauen und Optimismus habe, bevor ich den ersten Schritt tanze.

Im Boxen habe ich diese Lektion schon lange gelernt. Man kann in den Ring steigen, glauben man gewinnt und dann verliert man überraschenderweise. Man kann aber nie in den Ring steigen, glauben man verliert und man gewinnt überraschenderweise.

Erst kommt das Selbstvertrauen und der Optimismus, dann resultiert daraus, dass man seine Sache gut macht und nicht umgekehrt. Ich bin Dancing Stars dankbar, dass ich dies nochmal von einer anderen Seite gelernt habe, denn dies ist eine sehr wichtige Lektion im Leben.

Was war mein Lieblingstanz?

Bevor Dancing Stars begonnen hat, habe ich mich sehr auf die Latein-Tänze gefreut, da ich diese auch immer gern in der Tanzschule getanzt habe. Jive war immer mein Lieblingstanz und ein Tanz, den ich auch gerne getanzt habe, wenn ich auf einer Party oder Eden Bar ein Jive-Lied gehört habe. Sobald ein Jive-Lied kam, haben alle Körperzellen in mir geschrien, dass ich auf die Tanzfläche muss! Sehr liebgewonnen habe ich auch Rumba, ein Tanz mit einer komplett anderen Energie. Obgleich ich die Latein-Tänze so liebe, so habe ich festgestellt, dass sie komplexer sind als ursprünglich angenommen, da unterschiedliche Arme / Hände und Gesichtsausdrücke Teil des Tanzes sind. Die guten Punkte haben die meisten Teilnehmer daher meist bei den Standard- und nicht Lateintänzen bekommen

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Den Wert von Standard-Tänzen habe ich total unterschätzt! Quickstep hat auch so eine fröhliche Energie, Tango ist so ein toller dramatischer Tanz und Wiener Walzer ist so elegant! Slowfox habe ich sehr gemocht, weil die Hebungen und Senkungen in diesem Tanz so eine ganz tolle Bewegungserfahrung waren. Slowfox war auch einer der Tänze mit dem besten Feedback von Euch und auch der Jury. Gerne hätte ich auch den Langsamen Walzer getanzt, der ebenfalls diese Hebungen und Senkungen wie der Slowfox hat. Es war der einzige Tanz der 10 Tuniertänze, den wir nicht getanzt haben. Nach der 7. Show war Samba und langsamer Walzer offen und wir haben Samba bekommen. Samba ist ein toller Tanz, für den ich gerne mehr Zeit gehabt hätte, da wir in der letzten Woche ja 3 Tänze lernen mussten. Aber es gibt ja auch noch eine Zeit nach Dancing Stars :-)

Der Street Dance und Contempory Dance hat der Staffel eine besondere Note gegeben. Der Street Dance hat für eine tolle Abwechslung und viel Spass im Training gesorgt, während der Contemporary Dance eine tolle Erfahrung des Körpers und Energie-Flusses in Verbindung mit Musik und Tanzpartner war.

Tanzen hat mir mehr Körperbewusstsein gegeben

Tanzen ist für mich koordinativ einer der anspruchsvollsten Sportarten. Eine gute Koordination ist die beste Basis für ein gutes Körperbewusstsein und für das Erlernen neuer Bewegungen. Tanzen wäre eigentlich ein perfekter Sport für Kinder! Schade, dass Tanzen nicht Teil des Schulsport ist! Wäre doch eine Idee oder? Bringt ein tolles Körperbewusstsein, Spass und Selbstvertrauen - was wünscht man Kindern mehr? In Österreich kann man auch stolz sein, dass der Wiener Walzer- einer der 10 Tänze des Tuniertanzes- hier seinen Ursprung hat. Wäre es nicht toll, wenn jedes Kind den Wiener Walzer in der Schule lernen würde?

Und spätestens Silvester gäbe es die Gelegenheit ihn immer zu praktizieren (Anmerkung für meine deutschen Freunde: In Österreich gibt es die ganz tolle Tradition an Silvester Wiener Walzer zu tanzen).

Meine Trainer haben positive Effekte des Tanzens auf meinen Körper beobachtet und mich ermutigt weitezutanzen, da das Tanzen mich in meinem Kampfsport unterstützt.

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Meine Tanzpläne nach Dancing Stars

Ich habe immer gerne getanzt, mir aber leider oft nicht die Zeit genommen. Immer wieder dachte ich daran mal wieder einen Salsa-Kurs oder Lindy Hop Kurs zu besuchen, aber ein vollgepackter Tag hat mich immer daran gehindert. Zeit ist allerdings immer einer Frage der Prioritäten. Dancing Stars hat eine alte Leidenschaft wieder hochgebracht und ich kann mir ein Leben ohne Tanzen nicht mehr vorstellen. Gründe genug gibt es auch dafür und ich weiss, dass mir das Tanzen auch sehr viel für Kampfsport bringt und zwar sowohl für den Körper als auch den Geist.

Mit 15 Jahren wollte ich Tuniertänzerin werden, was damals allerdings leider nicht geklappt hat. Nun habe ich erfahren, dass dies ein Sport ist, den man sogar mit 50 Jahren noch anfangen kann, da der Sport in verschiedene Altersklassen bis hin zu 65+ eingeteilt ist. Helmut Vogl, der Chef von Lauretana für Deutschland, Österreich und Schweiz, hat zum Beispiel diesen Sport mit 50 Jahren begonnen. Er ist jetzt 60 Jahre, trainiert regelmässig und nimmt an Tunieren teil.

Es ist also nie zu spät!!

Ich möchte unbedingt weitertanzen und ich denke, dass ich auch mal Tuniere tanzen werde. Wenn man mich fragt WANN, so kann ich darauf jetzt keine Antwort geben. Ich bin mit Leib und Seele Kampfsportlerin und möchte noch viele Jahre kämpfen. Ausserdem kann man so etwas nicht planen. Der Schritt vom Hobbysport in den Leistungssport ist nie etwas, was man plant, sondern ein dringender Wunsch und Bedürfnis von innen. Wenn dieser Wunsch nicht ganz groß hochkommt, dann sollte man den Weg auch nicht gehen. Ich habe das Boxen als Leistungssport nie geplant, sondern der Wunsch ist in mir hochgekommen mit so einer großen Kraft, dass ich dies unbedingt machen musste.

Aber ob Tuniertanz oder nicht- Tanzen hat so eine positive Energie, dass ich mir ein Leben ohne Tanzen nicht mehr vorstellen kann!

Danke!

Photografie: ORF

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Ein Grund dafür, dass ich die letzten 3 Monate so eine tolle Zeit hatte, war allerdings nicht nur das Tanzen, sondern auch mein Tanzpartner und -trainer Dimitar Stefanin. Mein Spitzname für ihn war „Sonnenschein“ weil er einfach die Sonne im Herzen hat. Dank ihm war jeder Tag während Dancing Stars ein wunderschöner Tag. Er hat das Beste aus mir in kurzer Zeit herausgeholt und hat dafür gesorgt, dass ich nicht nur tänzerisch, sondern auch mental sehr gut drauf war. Es verging kaum ein Tag, an dem wir nicht gelacht haben. Ich kann mich noch erinnern, wie ich mich immer so kaputt gelacht habe, wenn wir Paso Doble getanzt haben. Er hatte so eine Art „Paso Doble Gesicht“, ein furchtbar ernster Gesichtsausdruck, der eigentlich gar nicht zu ihm passte, und ich immer losprusten musste, wenn er dieses Gesicht aufsetze. Bis zur Generalprobe hatte ich Mühe nicht laut zu lachen, wenn es losging. Beim Jive war es der sogenannte Schuhputzer-Move, der mich jedes Mal zum Lachen brachte. So hatte fast jeder Tanz eine Stelle, die mich aus der Fassung gebracht hat. Ich habe mich dann immer entschuldigt, wenn meine Konzentration dann an dieser Stelle dahin war und seine Antwort war „Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag“.

Dimitar ist menschlich eine Person wie ich nur wenige Personen kenne und ich bin Dancing Stars dankbar, dass ich solch einen tollen Menschen kennenlernen durfte. Sollte er als Profi wieder dabei sein, dann werde ich an der Tanzfläche sitzen und ganz laut für ihn und seine Tanzpartnerin schreien!!

Bei Dancing Stars mitzumachen ist etwas ganz Besonderes. Es war ein wahnsinnig toller Lebensabschnitt und ich bin einfach dankbar für diese tolle Erfahrung! Ich möchte dem ORF für diese tolle Erfahrung danken!!

Ein großes Dankeschön an dieser Stelle auch an die vielen Personen, die an diesem Projekt beteiligt waren wie z.B. die Inspizienten, die versucht haben unseren Alltag so leicht wie möglich zu machen; Ramesh Nair, der uns immer ein tolles Feedback gegeben hat, weil er wollte, dass jedes Paar das Beste aus sich herausholt. Danke an die Maske Helga Stepke, die mir immer so solle Frisuren und Make-up gezaubert hat und mich jeden Freitag so toll verwandelt hat!! Danke an das Kostüm- Team insbesondere Stefanie Hofer und Claudia, die unseren Tänzen immer eine tolle Optik gegeben haben! Danke an das Kamera-Team, die uns immer beim Training gefilmt haben (daraus sind immer die Videos vor dem Tanz entstanden) und die immer eine positive Stimmung verbreitet haben! Danke an die Jury für das fachliche Feedback und motivierende Worte, habe versucht es umzusetzen soweit es ging :-) Ich werde die letzten Worte der Jury, die gleichzeitig der Abschied waren, nicht vergessen.

Photografie: A. Breinl (Moulin Rouge Showteam: Dimitar Stefanin, Helene Exel, Elisabeth Sperr, Sascha Gent, Rene Friesacher und Nicole Wesner)

Photografie: A. Breinl (Moulin Rouge Showteam: Dimitar Stefanin, Helene Exel, Elisabeth Sperr, Sascha Gent, Rene Friesacher und Nicole Wesner)

Danke an die Pressestelle und alle Medien, die dafür gesorgt haben, dass Dancing Stars jeden Freitag einen Marktanteil von ca. 30% beschert haben. Dancing Stars ist ein tolles Projekt, aber es ist nur dann erfolgreich, wenn die Öffentlichkeit auch davon erfährt.

Danke an die Band, die immer so eine tolle Stimmung in den Ballroom gezaubert hat!! Diese tolle Atmosphäre hat immer sehr geholfen, Spass auf der Tanzfläche zu haben! Danke an die Produktion, die dafür gesorgt haben, dass Dancing Stars mit diesem tollen Glanz wahrgenommen wird! Danke auch an alle Personen, die ich jetzt vielleicht vergesse aufzuzählen, weil Dancing Stars so ein Riesen-Projekt ist, dass man da leicht mal jemand vergisst!! Danke an unser Show-Tanzteam Helene Excel, Elisabeth Sperr, Sascha Gent und Rene Friesacher. Ihr seid alle nicht nur tolle Tänzer, sondern habt unseren allerletzten Tanz auf der Fläche auch emotional zu etwas Besonderem gemacht!

Meine letzten Worte gelten den Personen, die das Ganze so unvergesslich gemacht haben und zwar allen Personen, die mit einer positiven Energie Dancing Stars zu dem gemacht haben, was es ist: mein Tanzpartner; meine lieben Dancing Stars Kollegen; alle die mitgefiebert und Daumen gedrückt haben, mir positive Nachrichten geschrieben haben, alle Personen, die für uns ge-votet haben und dafür sorgten, dass wir bis zur letzten Sendung tanzen durften. Einfach alle, die diese Freude, die ich jeden Tag durch das Tanzen gespürt habe, durch positive Worte, Taten und Gedanken mitgetragen haben. Es sind immer die Menschen, die den Unterschied machen.

DANKE AN ALLE, DIE DANCING STARS ZU EINEM UNVERGESSLICHEN LEBENSABSCHNITT GEMACHT HABEN, DEN ICH IN ERINNERUNG HABE, SELBST WENN ICH MIT 80 JAHREN AUF DER PARKBANK SITZE UND MEIN LEBEN REVUE PASSIEREN LASSE.

Photografie: ORF

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2019

Ich freue mich schon sehr auf das Jahr 2019, denn dieses Jahr wird sehr spannend werden.

Los geht es im Februar mit Dancing Stars (für meine deutschen Freunde und Fans = Österreichische Version von Let’s dance).

Als der ORF mich gefragt hat, ob ich bei Dancing Stars mitmachen möchte, habe ich mich wirklich gefreut. Ehrlich gesagt habe ich immer gehofft, dass sie mich mal fragen. Hintergrund ist, dass ich total gerne tanze. In meiner Jugend habe fast jeden Tag in der Tanzschule verbracht, habe Tanzkurs bis Gold gemacht und wollte sogar Tunier-Tänzerin werden. Später habe ich mal etwas Tango Argentino getanzt, 2-3 Salsa-Kurse besucht und habe eigentlich schon länger vor Lindy Hop zu lernen, aber mein derzeitiges Leben hält mich ziemlich auf Trab, so dass ich leider fürs Tanzen kaum Zeit habe.

Das ändert sich ab Februar! Im Februar ist die Pressekonferenz für Dancings Stars, in der wir unsere Tanzpartner erfahren. Dann haben wir vier Wochen Zeit zum Trainieren, bevor wir auf Sendung gehen. Wir werden jede Woche einen neuen Tanz bekommen, den wir Freitags abends in der jeweils aktuellen Folge von Dancing Stars vortanzen werden. Das wird sicher eine tolle Zeit und Erfahrung und wird definitiv sicher eine der Geschichten sein, an die ich mich mit 80 Jahren noch erinnern werde, wenn ich mal auf der Parkbank sitze und mein Leben revue passieren lasse.

Natürlich werde ich weiter fürs Boxen trainieren. Das wird sicher eine sehr herausfordernde Zeit, wenn ich 1-2 Trainingseinheiten pro Tag fürs Boxen und Fitness sowie ca. 4 Stunden täglich für Dancing Stars trainiere, aber ich möchte dieses Jahr noch zwei Kämpfe machen. Eines steht fest: um das Essen bzw. zunehmen muss ich mir in dieser Zeit sicher keine Gedanken machen;-)

Fotografie: Michael Weinwurm

Fotografie: Michael Weinwurm

Habt Ihr eigentlich Vorsätze? Ich habe mir vorgenommen mehr Yoga zu machen. Im Dezember habe ich eine Yogalehrer-Fortbildung im Stil des Inside Flow gemacht und es hat mich motiviert, wieder mehr auf der Matte zu stehen. Gar nicht so einfach, bei meist 3 Trainingseinheiten täglich plus nun mein Tanztraining für Dancing Stars. Aber auch wenn es hier und da nur wenige Minuten sind, so kommt man mit steten kleinen Schritten in die richtige Richtung auch an.

Apropos kleine Schritte: dieses Jahr nehme ich mir vor, keine Plastikdeckel mehr für meinen Coffee-to-go zu nehmen. Es ist einfach wieder ein unnötiges Stück Plastik mehr, auf das man leicht verzichten kann. Letztes Jahr habe ich mir vorgenommen, keine Plastik-Tragetaschen mehr zu nehmen, habe es wirklich konsequent durchgezogen und begrüße übrigens sehr, dass in Österreich ab 2020 Plastik-Tragetaschen verboten werden.

Habt Ihr Vorsätze für das neue Jahr? Auf jeden Fall wünsche ich Euch alles Gute, Glück, Gesundheit, Zufriedenheit und was Ihr Euch noch alles wünscht :-)

Zwei Seiten der Medaille oder: Rückblick meines gestrigen Kampfes

Endlich war es wieder soweit und ich stand wieder im Ring! Nachdem ich im Juli eine Knie-Operation hatte (kleiner Meniskus-Riss / Routineeingriff), einige Wochen nur mit Gehhilfen gehen konnte und erst ab Oktober wieder mein richtiges Training beginnen konnte, war dieser Kampf wichtig für mich, um zu sehen, ob ich es schaffe mich innerhalb von zwei Monaten wieder von quasi Null wieder in Wettkampfform zu bringen. Ich wollte das Jahr 2017 unbedingt noch mit einem Kampf abschliessen.

Meine Gegnerin Lela Terashvili (19 Kämpfe, 10 Siege) kam aus der nächsthöheren Gewichtsklasse Superleichtgewicht. Vereinbart wurde ein Catchweight von 64 kg. Morgens wache ich immer derzeit meist zwischen 63 kg und 65 auf kg (habe durch die Zwangspause / Laufen mit Gehhilfen auch etwas Muskeln an den Beinen verloren) auf, daher hiess es, dass ich für den Kampf nicht abnehmen musste. Beim Wiegen hatte ich 62,2 kg und Lela 63,7 kg.

Lela hat sicherlich für den Kampf mit den bekannten Weight-Cutting Methoden wie Dehydration etc. abgenommen, so dass sie vermutlich mit circa 65-68 kg am Wettkampftag in den Ring stieg. Und diesen Unterschied habe ich auch gemerkt. Nicht, dass ich jetzt sonderlich beeindruckt war, sondern man merkte einfach, dass hinter den Schlägen mehr Masse war als bei Gegnern aus dem Leichtgewicht. Lela kam mit viel Selbstbewusstsein angereist. Man merkte ihr an, dass sie zum Gewinnen gekommen ist. 

Der Kampf fing von beiden Seiten sehr beobachtend an. Zum einen, da beide Gegner sich Respekt zollten und beobachteten. Zum anderen wollte ich langsam starten und mich nach hinten steigern, da die Vorbereitungszeit so kurz war. Sie war von Anfang an ehrgeizig bemessen, da ich ja erst ab Oktober wieder ordentlich trainieren konnte und dann kam noch hinzu, dass ich in der Sparringsphase krank wurde und ich nicht viele Sparrings machen konnte. 

Daher verlief der Kampf in der ersten Hälfte ziemlich ausgeglichen. Erst in der zweiten Kampfhälfte erhöhte ich den Druck, so dass ich das Kampfgeschehen von Runde zu Runde mehr dominierte. Am Ende gewann ich den Kampf mit einem 59-55 Urteil.

Am Ende gewann ich den Kampf mit einem 59-55 Urteil

Zufrieden war ich nicht mit dem Kampf. Ok, ich bin eigentlich nie zufrieden mit meiner Leistung, aber diesmal war ich selbst etwas von mir überrascht. Eigentlich bin ich ein sogenannter Wettkampf-Typ, d.h in bin im Wettkampf meist besser als im Sparring. Aber diesmal war es umgekehrt. In den vergangenen Wochen habe ich an vielen Dingen gearbeitet, die ich im Sparring auch umgesetzt habe. Im Wettkampf war es auf einmal weg und ich bin in alte Muster gefallen. Die gute Seite des Kampfes war, dass ich gesehen habe, dass ich wieder halbwegs in Form war. Zumindest eine gute Basis für den weiteren Aufbau.

Die schlechte Seite war, dass der Kampf anders verlief als erwartet. Aber da man meistens aus den Situationen lernt, in denen es nicht so lief wie gewünscht, ist auch dies wieder eine gute Seite.
Fotografie:: Leonie Schauer

Fotografie:: Leonie Schauer

Die schlechte Seite war, dass der Kampf trotz deutlichem Sieg anders verlief als erwartet. Aber da man meistens aus den Situationen lernt, in denen es nicht so lief wie gewünscht, ist auch dies wieder eine gute Seite. Die Medaille hat immer zwei Seiten und da ich ein Optimist bin, war der Abend ergo ein erfolgreicher Abend. Den Zuschauern hat der Kampf gefallen und für die boxen wir ja.

Ein großes Dankeschön an meine Trainer vom Gym23, Steven Küchler sowie Athletik Trainer Dominik Schmidt. Nicht zu vergessen mein Arzt Dr. Michael Liska, der mich hinsichtlich meines Knies die letzten Monate betreut hat. Meine Sponsoren und das Gym23, die mir den Kampf ermöglichen. Und an alle, die gestern gekommen sind!

 

Fotografie: Bobipix

Fotografie: Bobipix

Ich freue mich auf meinen nächsten Kampf!

Diesen Samstag bin ich wieder im Ring. Nachdem ich im Sommer eine kleine Zwangspause einlegen musste, da ich eine Knie-Operation hatte (kleinerer Miniskus-Riss), hiess es im Herbst wieder neue Kondition aufbauen. Umso mehr freue ich mich in Wien zu boxen!

Die Veranstaltung ist am 9.12.2017 im Hallmann Dome (Gutheil-Schoder Gasse). Neben Boxkämpfen werden auch Kämpfe aus dem Bereich K1 und Mixed Martial Arts zu sehen sein.

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Testimonial für neue BIPA-Kampagne

Ich freue mich Testimonial zu sein für die neue BIPA-Kampagne "Weil ich ein Mädchen bin".

Anbei einige Anzeigenmotive sowie der aktuelle TV-Spot mit u.a. der legendären Dagmar Koller, Mode Designerin Lena Hoschek und mir, die Ihr in diversen Printmedien und Urban Media (Citylights, Billboards, U-Bahnen, etc.) seht.

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Mehr Informationen zur Kampagne findet Ihr hier

Key Note im Headquarter der Telekom Deutschland

Direkt nach dem Kampf bin ich nach Köln gefahren. Zunächst war ich auf dem Sommerfest des Kölner Wirtschaftsclub und habe mich dort sehr gefreut anlässlich meiner gewonnenen WM geehrt worden zu sein. 

Am darauffolgenden Tag habe ich eine Rede bei der Telekom in Bonn gehalten. Meine Key Note ging insbesondere über das Thema Veränderung und wie man Dinge erreicht, die andere nicht für möglich halten. Da ich ja selbst viele Jahre in der Wirtschaft in diversen Marketing- und Vertriebspositionen gearbeitet habe, kann ich mich gut in Mitarbeiter hineinversetzen, die vor großen Aufgaben oder Veränderungen stehen. Sollte ich heute wieder in der Wirtschaft arbeiten, dann würde ich wahrscheinlich viele Dinge anders angehen. 

Fotografie: Telekom

Fotografie: Telekom

Mir macht es sehr viel Spass Reden zu halten. Als ich noch Marketing Managerin war, habe ich viele Präsentationen gehalten (was mir jetzt sicherlich hilft), aber es ist doch etwas anderes, eine fachliche Präsentation, als eine Key Note zu halten. Zum einen weil es u.a. um meine persönliche Geschichte geht. Zum anderen ist es schön, wenn ich vielleicht klitzekleine Impulse auf den Weg mitgeben kann.

Meine Weltmeisterschaft in Ludwigshafen

Diese Weltmeisterschaft war wirklich etwas Besonderes. Über 20 Jahre habe ich in Mannheim gewohnt, bevor ich 2006 nach Wien gezogen bin. Seit ich Profi-Boxerin bin, möchte ich in Mannheim mal einen Kampf machen. Nun mit dem Event von Team Sauerland ist es mir gelungen in der Nachbarstadt von Mannheim, und zwar in Ludwigshafen-  die Stadt, die sogar die gleiche Vorwahl hat wie Mannheim, eine WM zu boxen. Man kann von dem Kampf in Ludwigshafen also von einem Homecoming Kampf sprechen, denn auch wenn Wien schon seit 11 Jahren meine neue Heimat ist, so habe ich nach wie vor Freunde und Familie in Mannheim und pflege den Kontakt zu der Stadt, in der ich meine Schul- und Studienzeit sowie ersten Berufsjahre verbracht habe,.

Zu Hause zu boxen ist immer etwas Besonderes

 

Zu Hause zu boxen ist immer etwas Besonderes. Freude und Anspannung halten sich dabei die Waage. Als ich meine erste Weltmeisterschaft in Wien geboxt habe, hatte ich das Glück, dass ich vorher bereits einige Kämpfe in Wien bestritten hatte, so dass der Druck nicht ganz so gross war, da ich in meiner Wahlheimat bereits geboxt hatte.

Fotografie: Thomas Stüber

Fotografie: Thomas Stüber

Mannheim bzw. Ludwigshafen hingegen war eine andere Situation. Zum einen habe ich hier noch nie geboxt. Zum anderen habe ich immer gesagt, wenn ich mal in Mannheim boxe, dann erst, wenn ich richtig gut boxen kann. Gut, ich glaube, das werde ich wohl nie von mir sagen, da ich mir stets vor Augen führe, was ich noch alles lernen möchte. Aber der Druck war somit sicher etwas größer als in einer Stadt zu boxen, zu der man keinen Bezug hat.

 

Mit Druck meinte ich den Anspruch, den man an sich selbst stellt, besonders gut zu boxen. In meinem Fall war dies, dass ich den Kampf unbedingt vorzeitig gewinnen wollte. Meine Gegnerin Hasna Tukic war in mehreren Runden so knapp vor dem Knock-out, so dass ich stets nachsetzte, um den Kampf zu beenden. „Nicole- Du darfst den KO nicht erzwingen. Wenn Du ganz normal boxt, dann wird der KO schon kommen“ ermahnte mich mein Trainer in den Rundenpausen. 

Seit einiger Zeit gibt es die Diskussionen, ob Frauen nicht wie die Männer Drei-Minuten-Runden boxen sollen. Das größte Argument ist, dass es in drei Minuten einfacher ist, ein KO zu realisieren, als in zwei Minuten und an diesem Kampf hat man es ganz deutlich gesehen. Bei 3-Minuten-Runden wäre der Kampf nicht über die volle Distanz gegangen. Es ist wie im richtigen Leben: wenn man etwas unbedingt will und dabei verkrampft ist, dann klappt es meist nicht. Wenn man aber loslässt und einfach Spass an der Sache hat, dann wird es so kommen wie man möchte. „Fall in Love with the process and the result will come“ ist ein passendes Zitat von Eric Thomas.

Fall in Love with the process and the result will come
Fotografie: Thomas Stüber

Fotografie: Thomas Stüber

Hätte, hätte, Fahrrad-Kette- ich versuche immer das Positive in allem zu sehen, denn das Leben bzw. die Medaille hat immer 2 Seiten. Nach dem Kampf sagte mir mein Trainer, dass der Kampf sehr wichtig war für die Erfahrung und er hat- wie so oft- recht. Jeder Kampf macht mich zu einer immer wieder besseren Boxerin und ich freue mich schon auf meine zukünftigen Kämpfe. 

Wahrscheinlich werde ich dieses Jahr wieder in Wien boxen und darüber freue ich mich sehr. Am schönsten ist es immer in einer Stadt zu boxen, zu der man einen Bezug hat.

Wien ist der Ursprung meiner boxerischen Wurzeln, hier habe ich das Boxen entdeckt und gelernt. Die Region Mannheim ist ein wichtiger Teil meines Lebens und ich denke, dass dies nicht der letzte Kampf in der Region gewesen ist.

Nächste WM am 8.7.2017 in Ludwigshafen bei Team Sauerland

Fotograf: Robert Tüchi

Fotograf: Robert Tüchi

Endlich ist es soweit und ich stehe wieder im Ring. Meine nächste Weltmeisterschaft ist für mich etwas ganz Besonderes, denn ich werde am 8.7.2017 bei Team Sauerland in Ludwigshafen boxen. Ludwigshafen ist die Nachbarstadt von Mannheim, wo ich über 22 Jahre gewohnt habe. Zwar bin ich in Köln geboren, jedoch im Alter von 7 Jahren nach Mannheim gezogen. Es ist die Stadt, in der ich gewohnt habe, bevor ich nach Wien gezogen bin.

Viele Jahre versuche ich bereits in Mannheim zu boxen, jedoch finden im Mannheim hauptsächlich Thaibox- sowie Mixed Martial Arts-Veranstaltungen statt. Die Sauerland-Veranstaltungen sind wirklich grandios. 2013 hatte ich bereits die Ehre auf einer Sauerland-Veranstaltung in Wien zu boxen- eine bessere Plattform für einen Kampf in der alten Heimat ist kaum möglich! Hauptkampf wird die IBF-Juniorenweltmeisterschaft des Pfälzer Boxers Leon Bauer sein. 

Meine Gegnerin wird Hasna Tukic sein. Tukic, die in Bosnien geboren ist, aber in Regensburg zu Hause ist, hat einen Kampfrekord von 15 Kämpfen, davon 9 Siege und 6 Niederlagen. Sie ist 21 Jahre alt und boxte in ihrem letzten Kampf um die WBC-Juniorenweltmeisterschaft, den sie aufgrund eines Handbruchs, der während des Kampfes entstanden ist, verloren hat. Nachdem ihre Verletzung auskuriert ist, ist der Kampf gegen mich der nächste Anlauf auf den Weltmeistertitel.

Tickets für die Box-Veranstaltung am 8. Juli sind bei www.eventim.de sowie unter der telefonischen Ticket-Hotline 01806-570044 erhältlich.

Rezept: Cashew-Milch

Pflanzenmilch kann man sehr leicht selbst machen und muss nicht teuer aus der Packung (ergo weniger nährstoffreich) gekauft werden.

Fotografie: Nicole Wesner

Fotografie: Nicole Wesner

Zutaten für den Cashew-Mus

  • 250 g Cashews (eine geringere Füllmenge ist nicht ratsam)
  • 250 ml Wasser z.B. Lauretana

 

Zutaten für 200 ml Cashew-Milch

  • 1 TL bis 1 EL Cashew-Mus (je nachdem, welche Konsistenz Ihr mögt)
  • ca. 200 ml Wasser
  • optional: eine Priese echte Vanille
  • optional: 1 Messerspitze Süssmittel Eurer Wahl

 

 

 

 

Zubereitung

Mixt die Cashews und das Wasser in einem Hochleistungsmixer wie z.B. Vitamix auf der höchsten Stufe für ca. 1 Min. Nun habt Ihr Cashew-Mus, den Ihr für viele Rezepte verwenden könnt wie z.B. als Sahne-Ersatz für Sahne-Saucen oder Salat-Dressings. Gut verschlossen und gekühlt hält er eine knappe Woche.

Für die Zubereitung der Milch nehmt Ihr je nach Geschmack 1 TL oder 1 EL auf 200 ml Wasser und fügt eventuell noch Vanille und ein Süßungsmittel dazu, um den Cashew-Geschmack zu mildern.

Nun einfach alle Zutaten kurz im Hochleistungsmixer blenden und fertig ist Eure Pflanzenmilch!

Eine ungewöhnliche Auszeichnung

Eine ungewöhnliche Auszeichnung wurde mir über diverse Kanäle mitgeteilt. Es gab eine Umfrage, wer denn Deutschlands schönste Sportlerin sei und ich habe in dieser Marktforschung den 2. Platz belegt. 

Hier einige Artikel zur Nachlese

http://www.sport1.de/boulevard/2017/04/deutschlands-schoenste-sportlerinnen?id=c32a73ed-1dfa-11e7-b3ce-f80f41fc6a62

http://sportbild.bild.de/sportmix/2017/sportmix/fg-schoenste-sportlerin-51242812.sport.html

http://www.bild.de/regional/dresden/playboy/schoenste-sportlerin-deutschlands-51232270.bild.html

 

Fotografie: Karl Grabherr

Fotografie: Karl Grabherr

Ich fühle mich sehr geehrt und der zweite Platz ist auch voll ok, denn ich möchte ja Gegner ausknocken und keinen Schönheitspreis gewinnen;-)

 

Apropos Knock-out:

Mit Hochdruck arbeite ich an meinem nächsten Kampf. Wenn alles klappt, wie die Planungen laufen, dann wird dies eine ganz tolle Sache und ich kann es kaum erwarten, Euch davon zu erzählen!

Bizlady of the year 2016

Ich freue mich sehr über die Auszeichnung “Bizlady of the year 2016“ von der internationalen und unabhängigen Business Organisation Bizladies.

Da ich in dieser Organisation schon
Mitglied vor meiner Laufbahn als Profisportlerin war, haben sie meine gesamte Karriere als professionelle Athletin verfolgt. Danke für diesen Award!

Lifesign

Ich hatte die Ehre in dem Musik-Video "Lifesign" von Youno mitzuspielen. Es geht in dem Song um den Umgang mit
den eigenen Wünschen, den Wünschen der Mitmenschen sowie dem zunehmenden Leistungsdruck der Gesellschaft "so we chase for gold cause that's what we're told". 
Hinfallen, aufstehen und weitermachen, auch wenn niemand an einen glaubt. Sich von ganz unten nach oben zu arbeiten, ohne den Boden unter den Füßen zu verlieren und seine Werte aufzugeben.

Filmisch übersetzt wurde es durch Kämpfe mit einem Mann, der mich als Boxerin nicht ernst nimmt. Während die ersten Kämpfe mit ihm sehr hart waren, bin ich dran geblieben, habe trainiert und konnte ihn am Ende sogar ausknocken. (Da wir 3 Stunden die Kämpfe gedreht haben, muss ich etwas schmunzeln wie es ausschaut, wie ich ihn bei 50 % Schlaghärte- anders hätten wir nicht 3 Stunden sparren können- "ausknocke";-))

Das Lied gefällt mir echt gut und die Band ist wirklich sehr sympathisch (ein paar von ihnen boxen auch!). Derzeit läuft das Video mehrmals pro Tag auf dem Musiksender GoTV . 

Versteigerung für Eduard Gutknecht

Viele haben sicher mitgekriegt, dass Eddy Gutknecht noch im Koma liegt seit seinem Kampf gegen George Groves. Nach meinem Wissen sind die Kosten dafür ungeklärt. Wer einen kleinen Beitrag für Eddy und seine Familie leisten möchte: ich versteigere meine WM-Handschuhe und Tapes (getrennt), die Adidas mir für diesen Kampf zur Verfügung gestellt hat (also fast neu). Coole Handschuhe, haben mir Glück gebracht! Signiert oder unsigniert, wie Ihr möchtet. Das höchste Angebot bekommt die Handschuhe /Tapes. Würde mich freuen, wenn andere Sportler aus Solidarität folgen. Keep fighting Eddy!

P.S. Die Aktion findet auf meiner Facebook-Seite statt

Anmerkung 15.12.2016: Ich freue mich, dass durch die Versteigerung 1000 Euro für die Handschuhe und Tapes erzielt werden konnten. Die Familie Gutknecht hat das Geld bereits erhalten (ich habe Screenshots der Überweisungen gesehen) und die Handschuhe sowie Tapes sind bereits auf dem Weg zu ihren neuen Besitzern.

Drückt die Daumen, dass Eddy bald wieder gesund ist!

 

Werbegesicht für Sat1 "Lebe Deinen Traum"

Der ein oder andere hat mich ja schon auf Sat1 in dem Werbespot entdeckt für ein Projekt, für das ich das Werbegesicht sein darf. Sat1 sucht Leute, die ihre Träume verwirklichen wollen. Gehörst Du auch dazu? Wolltest Du schon immer mal etwas Bestimmtes lernen? Oder eine komplette berufliche Veränderung? Einmal um die Welt reisen? Eine Phobie oder Laster loswerden? Etwas Gutes tun? Oder irgendeinen anderen wichtigen Schritt wagen? Dann bewirb Dich jetzt!
http://www.sat1.de/…/in-100-tagen-leben-sie-ihren-traum-clip

Hier geht's zur Bewerbungsseite:

http://www.sat1.de/bewerben/jetzt-oder-nie-das-100-tage-experiment/(fdsgg)

Rückblick: wie ich meine WM erlebt habe

Nach einer Ringpause von über 15 Monaten stand ich endlich wieder im Ring. Die Gegnerin Diafana Salazar kam aus der Domenikanischen Republik, hatte 9 Kämpfe, 9 Siege- davon 8 vorzeitig. Und das war es auch schon, was ich von ihr wusste. Es gab kein Video, kaum Fotos, aber der Veranstalter kannte sie und meinte, das passt sicher. Nun gut- aber wie bereite ich mich auf so eine Gegnerin vor?

 

Ich hatte als Sparringspartner daher sehr unterschiedliche Boxer. Größere, Kleinere, Linksausleger und Rechtsausleger. Es war die erste Sparringsphase, in der ich mich nur mit Männern vorbereitet hatte. Es war eigentlich anders geplant, aber am Ende habe ich mich mit 6 unterschiedlichen Jungs vorbereitet. Hat alles so seine Vor- und Nachteile, ob man weibliche oder männliche Sparringspartner hat.  An dieser Stelle möchte ich nochmal bei allen Sparringspartnern bedanken, die mich so toll vorbereitet haben, Jungs- das ist auch Euer Sieg :-)

 

Meine Sparringsphase hatte schon mal ein paar Hürden
Fotografie: Lars Ternes

Fotografie: Lars Ternes

Meine Sparringsphase hatte schon mal ein paar Hürden.. Ich hatte Monate lang mit meinem Knie zu kämpfen, so dass viele Trainingsmittel für das Ausdauer-Training weggefallen sind. Daher möchte ich mich bei Dominik Schmidt, meinem Athletik-Trainer bedanken (Gym Optimum), der mich trotz dieser Hürden super vorbereitet hat.

Die nächste Hürde war, dass ich im Sparringsblock krank wurde, so dass ich eine Woche kein Sparring machen konnte und Antibiotika nehmen musste. Wenn ein großer Teil der Ausdauer aus der Unmittelbaren Wettkampfvorbereitung kommt und man ausgerechnet in dieser Zeit eine Woche flach liegt, dann ist es nicht sehr optimal. Das ist nicht das erste Mal, dass ich in der Vorbereitung einer WM krank wurde. Als ich im Dezember 2014 Weltmeisterin wurde, lag ich 10 Tage während der Sparringsphase im Bett. 

Wenn ich von 3 WMs bei 2 krank wurde und diese 2 WMs beide in im Dezember waren, dann ist der Dezember anscheinend kein guter Monat für mich für eine Weltmeisterschaft ist mein Fazit.

 

Nicht nur ich wurde krank. Auch der Trainer der Gegnerin erkrankte plötzlich und konnte nicht kommen. Zwei Wochen vor dem Kampf hiess ich, ich muss das Ticket umbuchen. Das Ticket umbuchen war ein Gewaltakt vor mehreren Stunden bis sich herausstellte, dass es günstiger ist, ein neues Ticket zu kaufen, statt das alte Ticket umzubuchen. „Warum muss ich eigentlich ein neues Ticket kaufen. Was kann ich denn dafür, dass der Trainer der Gegnerin krank wurde“ grummelte ich. „Du kannst nichts dafür und musst auch kein Ticket kaufen. Aber dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Diafana nicht kommen wird.“ Also musste ich in den saueren Apfel beissen und ein total überteuertes Ticket für einen Flug aus der Domenikanischen Republik kaufen. Obwohl ich noch nicht mal wusste, ob sie ein Visum bekommen, denn der Termin für das Visum war erst 2 Tage vor Abflug.

 

Meine Nerven waren etwas angespannt

Meine Nerven waren etwas angespannt, auch wenn man mich immer wieder beruhgt hat, dass Visa aus der Domenikanischen Republik kein Problem seien. Aber zu frisch war noch die Erinnerung an die afrikanische Gegnerin Muthoni, die kein Visum bekommen hat und der Kampf mit ihr daran scheiterte.

 

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt- glaub in keiner Branche passt der Spruch so gut wie im Boxsport.

Ihre Anreise war so geplant, dass sie 3 Tage vor dem Kampftag ankommt, damit der Flug aus den Knochen ist und sie frisch und fit am Sonntag Abend in den Ring steigen kann. Soweit zum Plan. Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt- glaub in keiner Branche passt der Spruch so gut wie im Boxsport. Donnerstag gegen halb eins sollten sie von Punta Cana in München ankommen und von dort um 14 Uhr weiterfliegen bis nach Hamburg. Gegen 14 Uhr rufen sie bei Boxen im Norden an, um zu sagen, dass sie den Flieger verpasst haben. 90 min. um den Gate auf dem sehr überschaubaren Flughafen in München zu wechseln, schienen wohl zu knapp kalkuliert. Ein Ersatzflug von München nach Hamburg kam nicht in Frage, nachdem ich schon ein ungeplantes drittes Ticket überteuert kaufen musste und der Flugpreis von München nach Hamburg so kurzfristig bei 300 € pro Ticket lag. Sie sollen also bitte zum Münchner Hauptbahnhof und bitte nochmal anrufen, wenn sie am Ticketschalter sind, so dass der Ticketkauf dann telefonisch absolviert werden kann.

 

Nachmittags gegen 17 Uhr rief Rafael von Boxen im Norden an, um sich nach dem Status zu erkundigen. Sie seien immer noch am Flughafen hiess es. „Was macht Ihr denn noch am Flughafen? Bitte fahrt zum Hauptbahnhof mit der U-Bahn und schaut, dass Ihr heute noch nach Hamburg kommt.“

Keine Domenicanos in Sicht

Dann waren sie mehrere Stunden wie vom Erdboden verschluckt. "Keine Domenicanos in Sicht" bekomme ich als Whatsapp-Nachricht. "Verflixt, warum habe ich keinen Direktflug gebucht?" Aber wer rechnet denn mit sowas.

Irgendwann waren alle Verbindungen nach Hamburg hinfällig und die einzige Verbindung war noch ein Nacht-Flixbus vom Münchner Flughafen bis Hamburg. Sie haben mir ja echt leid getan. Andererseits- selbst verschuldet. Hört sich an, als ob ich einen ziemlich Vorsprung hatte, da sie ja total fertig am Freitag in Hamburg angekommen ist von dieser Reise.

Mein Wiegen war der nächste Krimi

Aber diesen Vorsprung habe ich glatt verschenkt, da ich nämlich mein Wiegen etwas verbockt habe. Das war quasi der nächste Krimi. Ich hatte vorher noch nie Probleme mein Gewicht zu bringen. Meine Kämpfe in der Vergangenheit liefen eher so ab, dass ich erst wenige Tage vor dem Kampf mich ernsthaft um mein Gewicht kümmern musste. Mit dem Gewicht war ich auch schon in der Zielgeraden. 1 kg hat mir noch gefehlt, dass ich über Wasser machen wollte. Wer aus der Kampfsportszene kommt, weiss, dass 1 kg wirklich ein Witz ist. Meine Kollegen aus dem Mixed Martial Arts machen 3-4 kg (oder auch mehr) an einem Tag.

So stand ich vor der Wahl das Gewicht am Vorabend zu machen und mit meinem Gewicht zu Bett zu gehen oder ich trainiere eine Stunde vor dem offiziellem Wiegen. Ich entschied mich für Letzteres. Kam circa 90 min. vor dem offiziellen Wiege-Termin, zog meinen Schwitzanzug an und schmiess mich aufs Rudergerät. Nach 45 min. stieg ich vom Rudergerät, trocknete mich ab, zog trockene Klamotten an und stellte mich zur Probe auf die Waage, voller Überzeugung, dass das Gewicht jetzt passen müsste. „Waaas? 200 g in 45 min. im Schwitzanzug??“ Ich war platt. Mein Trainer auch. „Ok, wir machen das jetzt anders. Zieh den Schwitzanzug wieder an, wir machen jetzt eine kurze und intensive Boxeinheit.“ 

Ich muss dazu sagen, dass ich nicht gerne Tatze mache, wenn ich Gewicht mache. Die letzten 2-3 Tage vor dem Kampf, wenn ich das Gewicht runterbringen muss, mache ich lieber eine allgemeine Einheit als eine boxerische Einheit. Das ist nur in diesem Zeitraum so- ich mag den Prozess des Gewichtsmachens nicht so, ich bin da manchmal auch nicht so nett zu meinem Trainer und ich kann mich da auch nicht selbst leiden. Das möchte ich ihm lieber ersparen (auch wenn er mittlerweile weiss, was in den letzten 2-3 Tagen vor dem Kampf auf ihn zukommt).

Nun gut, aber wenn ich das Gewicht nicht bringe, dann habe ich ein Problem. Dann gibt es kein Titelkampf, der WM-Titel ist futsch, alles für die Katz. Ausser Spesen nix gewesen.

Wir arbeiteten explosiv an den Tatzen sowie am Sandsack. Ich war erstaunt, wie explosiv ich auf einmal war. Denn ich muss hinzufügen, dass ich nicht nur ein bisschen schlechte Laune habe beim Gewichtmachen; ich leide auch immer furchtbar, so dass ich überhaupt zu nix zu gebrauchen bin bis zum Wiegen. Also ungefähr so, als wenn ein Mann die berühmte Männergrippe bekommt- so kann man sich das vorstellen.

Aber aufeinmal war da keine schlechte Laune, ich war explosiv, in der Form meines Lebens quasi- also wenn es sein muss, geht es doch, war mein Fazit. Wenn es um die Wurst geht und man sich zusammenreissen muss, dann sieht man, was alles möglich ist.

Nach weiteren 30 min. Training im Schwitzanzug war ich mit dem offiziellem Wiegen dran. Ich trocknete mich ab, stellte mich mit trockenen Klamotten auf die Waage- und der Zeiger hat sich schon wieder nur 200 g bewegt! Ich war echt ratlos. 1 Stunde hatte ich ab nun Zeit, um das Gewicht runterzubringen.

 

Nach weiteren 30 min. im Schwitzanzug plus dicker Winterjacke auf dem Laufband habe ich das Gewicht endlich gebracht. Wahnsinn! Ist mir immer noch ein Rätsel was da los war. Eine von mehreren Erklärungen war, dass meine geflochtenen Zöpfe nass waren und dies soviel ausgemacht hat. Ich habe schon mal Gewicht gemacht mit einem Schwitzanzug und bin mit triefnassen Socken auf die Waage, um festzustellen, dass diese Socken fast ein halbes Kilo mit dem Wasser gewogen haben. Keine Ahnung, ist mir immer noch ein Rätsel alles...

Auf jeden Fall ändere ich etwas an meinem Prozess des „Gewichtsmachens“. Als Amateur habe ich 60 kg geboxt ohne Schwitzanzug & Co und das ging auch. Nochmal gebe ich mir so eine Tortur vor dem Kampf nicht. 

Glücklicherweise hat mich diese Tortur nicht allzusehr hinuntergezogen. Ich fühlte mich frisch und fit und beim Aufwärmen merkte ich, dass ich echt Lust auf den Kampf hatte. Kurz vor dem Kampf kam Steven zu mir und raunte mir ins Ohr „Pass auf, ich weiss, was die machen. Sie wird versuchen Dich auzukontern und über Deine Führhand drüber schlagen.“ „Wie kommst Du darauf?“ „Vertraue mir“. Keine Ahnung, was Steven gesehen oder gefühlt hat, aber wenn man über 300 Kämpfe erlebt und zig Kämpfe als Trainer betreut hat, dann riecht man anscheinend alles.

Der Kampf fing daher sehr beobachtend an
Fotografie: Sylke Meier

Fotografie: Sylke Meier

Der Kampf fing daher sehr beobachtend an. Ich beobachtete sie; sie wiederum wartete, dass ich endlich schlage. Das ist der Moment, in dem die Menge anfängt alle möglichen Schlagverbindungen und Schlagkombinationen reinzurufen, Personen, die nicht wissen, was der Plan von wem ist.

Die erste Runde verlief ausgeglichen mit Vorteilen bei mir.  

Die zweite Runde habe ich über die Führhand komplett kontrolliert. Ich habe sie dann mit einer Schlaghand-Geraden sehr hart getroffen und an ihren Augen und Körperhaltung merkte ich wie hart. Sie rollte ihre Augen, war ziemlich weggetreten und nicht mehr kampffähig, so dass ich nachsetzte mit einem 2. und 3. Angriff, bis der Ringrichter dazwischen ging, so dass es ein technischer Knock-out Sieg wurde, was wahrscheinlich ganz gut war, weil sie sicher schwer KO gegangen wäre.

Nach der Urteilsverkündung kam Alicia Melina Kummer (Weltmeisterin eine Gewichtsklasse über mir) in den Ring
Fotografie: Sylke Meyer

Fotografie: Sylke Meyer

Nach der Urteilsverkündung kam Alicia Melina Kummer (Weltmeisterin eine Gewichtsklasse über mir) in den Ring.

Sie gratulierte mir zum Kampf und frage, ob ich gegen sie mal boxen würde. Als Vorschlag kam der 2. April bei Boxen im Norden in Hamburg, ein Heimspiel für sie quasi.

Meine Antwort war, dass ich prinzipiell offen für den Kampf bin. Details müssen natürlich geklärt werden, aber ich bin offen, so dass da jetzt gerne Gespräche geführt werden können. Es wäre eine faire Sache, da wir beide über 3 Monate Zeit haben uns ordentlich vorzubereiten.

 

 

Ach Gott, war ich erleichtert nach dem Kampf

Ach Gott, war ich erleichtert nach dem Kampf. Ich jubelte, hüpfte in die Luft bei der Urteilsverkündung (keine Ahnung, warum ich das immer mache, das kommt irgendwie immer von alleine) und war froh. Nach so einer WM fällt einem doch die Last von den Schultern, vor allem, weil ich so lange nicht im Ring stand. Die Gegnerin hätte ruhig schwerer sein können, das ist halt etwas blöd, wenn es vorher kein Video gibt. Aber ich bin froh wie alles gelaufen ist. Ich möchte 2017 einige Kämpfe machen. Kaum war der Kampf vorbei, war neben dem Kampf mit Alicia auch noch ein anderer Kampf im Gespräch- also ich bin sicher, dass ich bald wieder boxe.

Fotografie: Klaus Frevert

Fotografie: Klaus Frevert

Aber erstmal die Weihnachtszeit und kurze Pause geniessen :-)

Danke

Danke an meine Trainer, ich sage es immer wieder und werde es immer wieder sagen, dass ich so froh bin Euch zu haben. Danke an meine Boxtrainer, von denen ich sehr viel lerne. Früher hatte ich „nur“ meine Schlagkraft, die ich als Ausgleich in die Wiege gelegt bekomme habe, weil ich den Sport leider so spät entdeckt habe. Von Jahr zu Jahr werde ich technisch besser, aber keine Sorge liebe Trainer, ich weiss, es ist noch Luft nach oben :-)

Danke auch an meinen Athletik-Trainer Dominik Schmidt. Er hatte es bei dieser WM nicht so einfach, denn ich hatte mit Knie-Problemen zu kämpfen und musste aber dennoch optimal für 10 Runden vorbereitet werden. Es ist athletisch unglaublich viel weitergegangen in letzter Zeit und in einer Sportart wie Boxen ist die körperliche Fitness sehr wichtig.

Apropos Knie- danke an mein liebes Physiotherapeuten-Team, die immer für mich da sind, wenn etwas zwickt und zwackt.

Danke an meine Sponsoren. Leistungssport ist ohne Sponsoren überhaupt nicht denkbar, denn es gibt zu viele Posten, die finanziert werden müssen: Karls, die meine WM gerettet haben und mit der ganzen Familie angereist sind, um mich nicht nur finanziell sondern auch lauthals zu unterstützen. 2B, ein Functional Fruit Drink mit 1 kg Obst je Dose, Lauretana, das m.M. beste Wasser der Welt, Adidas- eine Marke, die ich gerne empfehle, Vega Nova- die gesunde Schuhe und gesunde Möbel anbieten und wo ich mir bald meine gesündesten Winterschuhe, die ich jemals hatte, holen werde. Und Eden- die Kultbar, wo man wie anno dazumal das Tanzbein zu Chacha, Rumba und Jive schwingen kann (und wo Ihr mich am ehesten am Wochenende mal findet ;-)

Danke an Boxen im Norden für eine tolle Kooperation, ich hoffe, dass wir noch viele Kämpfe gemeinsam machen werden. Ich habe mich ein bisschen in Hamburg verliebt, ist wie Wismar eine wunderschöne Hansestadt und ich würde gerne wieder hier boxen.

Vielen Dank an alle Journalisten, die das Event so toll medial begleitet haben, was wäre der Sport ohne die passende Berichterstattung.

Ich habe es schon einige Male gesagt, aber ich möchte mich vor allem bei meinen Fans bedanken. Bei denen, die extra nach Hamburg gereist sind aber auch bei allen, die mich immer aus der Ferne unterstützen. So etwas merkt man auch aus der Ferne, wenn Leute wollen, dass man gewinnt. Manche verfolgen ja mein Boxerleben schon seit Profidebüt und ich hoffe, dass ich Euch Eure tolle Unterstützung mit vielen tollen Kämpfen „zurückgeben“ kann.

Was ich mir aus dem Kampf mitnehme?

Was ich mir aus dem Kampf mitnehme? Neben der Erfahrung und das wertvolle Training stelle ich fest, wie ich mich in Gelassenheit übe. 

Eine Boxmanagerin (ich glaube die Managerin von Özlem) sagte mal einen lustigen Satz über den Boxsport: „Man muss immer einen Plan A, B und C haben“. Das trifft den Nagel ziemlich auf den Kopf. Die Boxerei sowie mein Zen-Buddhismus schulen mich in Gelassenheit. Es bringt nichts an einem Plan zu kleben und sich aufzuregen, wenn etwas nicht funktioniert, macht nur schlechte Laune und graue Haare.

Statt dessen versuchen Steven und ich fast alles mit einem Lachen zu lösen, wenn etwas nicht nach Plan läuft, was ziemlich oft der Fall ist. Klappt nicht immer, aber immer öfter. Man kann dem ganzen Wahnsinn nur mit Humor begegnen.  Oder-  wie ich es in meinem Ninja Warrior Blog geschrieben habe:  man muss manche Episoden einfach als Sammeln von Parkbank-Geschichten betrachten. Wenn ich mal 80 Jahre alt bin und auf der Parkbank sitze, dann habe ich einige Geschichten zu erzählen. 

man muss manche Episoden einfach als Sammeln von Parkbank-Geschichten betrachten

Der Boxsport ist ein magischer Sport, der viele Leute in den Bann zieht. Und ein Sport, der Unterstützung bekommt von vielen Leuten. Veranstalter, Kämpfer, viele Journalisten aus der Boxszene, Funktionäre- die meisten Leute machen das hauptsächlich für wenig bis gar nichts. 

Veranstalter legen bei Veranstaltungen meist drauf und haben einen Riesen-Stress bei jeder Veranstaltung. 

Kämpfer leben meist nur von Sponsoren und oft sind die Ausgaben höher als die Einnahmen. 

Funktionäre haben zwar Gagen, aber auch einige Ausgaben wie Lizenzen und Besuche bei Conventions (damit sie Einsätze als Kampfrichter bekommen), so dass da auch kaum etwas übrig bleibt. 

Die meisten Boxjournalisten schreiben Artikel um Artikel zu allen nationalen und internationalen Kämpfen, aber die Werbeeinnahmen stehen in keinem Verhältnis zum Aufwand.

Warum machen wir das dann alles? Weil wir den Sport lieben. Wir machen unsere Milchmädchen-Rechnung, dass sicher eines Tages sich alles rechnen wird, aber insgeheim sind wir nicht immer davon überzeugt, ob das alles so einen Sinn macht. Aber den Zweifel lassen wir nicht richtig in unser Herz hinein, weil es darum eigentlich gar nicht geht. Es geht um die Liebe zum Sport und wenn wir nicht tun, was wir lieben, DANN stellt sich eigentlich die Frage nach dem Sinn, oder? Es geht um Liebe (zum Sport), Emotionen (die uns verbinden) und die Parkbank-Geschichten, die unser Leben bunt und spannend machen.

Danke, dass Ihr Teil meiner Parkbank-Geschichten seid!

In 4 Wochen ist es soweit!

Die Zeit verrinnt wie im Flug- in 4 Wochen ist es soweit und ich stehe wieder im Ring! Ich hatte dieses Jahr ziemlich Pech, weil einige Kämpfe geplant waren, die dann nicht stattgefunden haben.   Daher drehe ich auch ein paar Sparringsrunden mehr. Meine Sparringsphase hat schon begonnen und ich freue mich schon sehr! Die Veranstaltung wird sicher klasse. Boxen im Norden, der Veranstalter des Boxevents am 4.12.2016, ist für tolle Boxabende bekannt. 

Wer mich live vor Ort anfeuern will, hier gibt es die Tickets.

Fotografie: Irene Schaur