Meine Zeit bei Dancing Stars

Photografie: ORF

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Das große Finale von Dancing Stars liegt nun hinter mir. Wirklich hinter mir liegt es noch nicht, es ist immer noch so sehr präsent. Nach wie vor habe ich all die Bilder und Gefühle in mir, die in den letzten Momenten eines unglaublichen Projektes entstanden sind.

Drei Monate bin ich in eine komplett andere Welt getaucht. Ich fühlte zurückkatapultiert in meine Teenagerzeit von meinem 13.-15. Lebensjahr, als ich fast jeden Tag in der Tanzschule verbracht habe. Manchmal höre ich Personen erzählen, sie seien in ihrer Kindheit von den Eltern zur Tanzschule verdonnert worden und kann es gar nicht verstehen. Meine Tanzschulzeit in meiner Kindheit war einer meiner schönsten Lebensabschnitte in meinem Leben.

So auch mit Dancing Stars. Die Möglichkeit zu haben, den ganzen Tag zu tanzen war einfach ein Traum, der niemals aufhören sollte. Im Sport wird oft das Wort Disziplin verwendet, aber ich benutze dieses Wort nicht gerne, da es „etwas tun müssen“ assoziert. Wenn ich aber brenne für etwas, dann geht es um „etwas tun wollen“. Ich bin in diese Welt eingetaucht und wollte alles aufsaugen, habe mir Video von tollen Profitänzern gesehen, Infos gesammelt oder zur Motivation Tanzfilme geschaut. Glaub Boxen und Tanzen sind die meistverfilmten Sportarten und das liegt meiner Meinung nach daran, dass dies einfach magische Sportarten sind. Es gab keinen einzigen Tag, an dem ich mich nicht auf das Tanztraining gefreut habe!

Tanzen hat mich glücklich gemacht

Bereits vor Dancing Stars habe ich sehr oft gesagt: Tanzen macht gute Laune. Man kann von der Tanzfläche nur mit einem Lächeln kommen! Karina Sarkissova meinte, ich hätte mich während meiner Dancing Stars Zeit positiv verändert und das ist sehr gut möglich. Alles, was wir machen, hat eine bestimmte Energie und Wirkung auf den Körper und Geist. Boxen als Wettkampfsport ist ein sehr harter Sport. Ich trainiere sehr viel für meinen Sport, weil ich meinen Sport so liebe. Dennoch war es mir immer wichtig, einen Ausgleich für den Körper und Geist zu haben und habe dies immer in Yoga und Zen gesucht. Yoga und Zen haben mir immer geholfen loszulassen und im Moment zu sein. Aber im Tanzen habe ich dies nochmal auf einer anderen Ebene gelernt. Ein Freund von meiner Zen-Sangha hat mir eine Whatsapp-Sprachnachricht geschickt. Er hat gesagt, er hat mich gerade in Dancing Stars gesehen und hat gesehen, dass es mir gut tut und dass das Tanzen so einen tollen Effekt auf mich hat. „Ich habe Dich noch nie so weich und so sanft gesehen. Es war wunderschön und ich möchte Dir dazu gratulieren. Ich denke, dass diese Zeit beim Tanzen in Dir sehr viel bewegt hat es war toll Dich so zu sehen.“

Tanzen hat mich mental gestärkt

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Tanzen als Tuniersport oder Showtanz bedeutet, das man zunächst die Schritte und Choreografie lernt und dann am Ausdruck (Gesicht) arbeitet. Wenn man allerdings immer nur wenige Tage Zeit hat, um einen oder gar mehrere Tänze zu lernen, dann muss man schauen, dass man dies schon vorher hinbekommt. Oft hatte ich das Gefühl, ich brauche erst die Sicherheit, dass ich es kann, bevor ich mit Selbstvertrauen im Körper und Gesicht tanze. Dimitar sagte mir allerdings, dass ich immer viel besser tanze, wenn ich das Selbstvertrauen und Optimismus habe, bevor ich den ersten Schritt tanze.

Im Boxen habe ich diese Lektion schon lange gelernt. Man kann in den Ring steigen, glauben man gewinnt und dann verliert man überraschenderweise. Man kann aber nie in den Ring steigen, glauben man verliert und man gewinnt überraschenderweise.

Erst kommt das Selbstvertrauen und der Optimismus, dann resultiert daraus, dass man seine Sache gut macht und nicht umgekehrt. Ich bin Dancing Stars dankbar, dass ich dies nochmal von einer anderen Seite gelernt habe, denn dies ist eine sehr wichtige Lektion im Leben.

Was war mein Lieblingstanz?

Bevor Dancing Stars begonnen hat, habe ich mich sehr auf die Latein-Tänze gefreut, da ich diese auch immer gern in der Tanzschule getanzt habe. Jive war immer mein Lieblingstanz und ein Tanz, den ich auch gerne getanzt habe, wenn ich auf einer Party oder Eden Bar ein Jive-Lied gehört habe. Sobald ein Jive-Lied kam, haben alle Körperzellen in mir geschrien, dass ich auf die Tanzfläche muss! Sehr liebgewonnen habe ich auch Rumba, ein Tanz mit einer komplett anderen Energie. Obgleich ich die Latein-Tänze so liebe, so habe ich festgestellt, dass sie komplexer sind als ursprünglich angenommen, da unterschiedliche Arme / Hände und Gesichtsausdrücke Teil des Tanzes sind. Die guten Punkte haben die meisten Teilnehmer daher meist bei den Standard- und nicht Lateintänzen bekommen

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Den Wert von Standard-Tänzen habe ich total unterschätzt! Quickstep hat auch so eine fröhliche Energie, Tango ist so ein toller dramatischer Tanz und Wiener Walzer ist so elegant! Slowfox habe ich sehr gemocht, weil die Hebungen und Senkungen in diesem Tanz so eine ganz tolle Bewegungserfahrung waren. Slowfox war auch einer der Tänze mit dem besten Feedback von Euch und auch der Jury. Gerne hätte ich auch den Langsamen Walzer getanzt, der ebenfalls diese Hebungen und Senkungen wie der Slowfox hat. Es war der einzige Tanz der 10 Tuniertänze, den wir nicht getanzt haben. Nach der 7. Show war Samba und langsamer Walzer offen und wir haben Samba bekommen. Samba ist ein toller Tanz, für den ich gerne mehr Zeit gehabt hätte, da wir in der letzten Woche ja 3 Tänze lernen mussten. Aber es gibt ja auch noch eine Zeit nach Dancing Stars :-)

Der Street Dance und Contempory Dance hat der Staffel eine besondere Note gegeben. Der Street Dance hat für eine tolle Abwechslung und viel Spass im Training gesorgt, während der Contemporary Dance eine tolle Erfahrung des Körpers und Energie-Flusses in Verbindung mit Musik und Tanzpartner war.

Tanzen hat mir mehr Körperbewusstsein gegeben

Tanzen ist für mich koordinativ einer der anspruchsvollsten Sportarten. Eine gute Koordination ist die beste Basis für ein gutes Körperbewusstsein und für das Erlernen neuer Bewegungen. Tanzen wäre eigentlich ein perfekter Sport für Kinder! Schade, dass Tanzen nicht Teil des Schulsport ist! Wäre doch eine Idee oder? Bringt ein tolles Körperbewusstsein, Spass und Selbstvertrauen - was wünscht man Kindern mehr? In Österreich kann man auch stolz sein, dass der Wiener Walzer- einer der 10 Tänze des Tuniertanzes- hier seinen Ursprung hat. Wäre es nicht toll, wenn jedes Kind den Wiener Walzer in der Schule lernen würde?

Und spätestens Silvester gäbe es die Gelegenheit ihn immer zu praktizieren (Anmerkung für meine deutschen Freunde: In Österreich gibt es die ganz tolle Tradition an Silvester Wiener Walzer zu tanzen).

Meine Trainer haben positive Effekte des Tanzens auf meinen Körper beobachtet und mich ermutigt weitezutanzen, da das Tanzen mich in meinem Kampfsport unterstützt.

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Meine Tanzpläne nach Dancing Stars

Ich habe immer gerne getanzt, mir aber leider oft nicht die Zeit genommen. Immer wieder dachte ich daran mal wieder einen Salsa-Kurs oder Lindy Hop Kurs zu besuchen, aber ein vollgepackter Tag hat mich immer daran gehindert. Zeit ist allerdings immer einer Frage der Prioritäten. Dancing Stars hat eine alte Leidenschaft wieder hochgebracht und ich kann mir ein Leben ohne Tanzen nicht mehr vorstellen. Gründe genug gibt es auch dafür und ich weiss, dass mir das Tanzen auch sehr viel für Kampfsport bringt und zwar sowohl für den Körper als auch den Geist.

Mit 15 Jahren wollte ich Tuniertänzerin werden, was damals allerdings leider nicht geklappt hat. Nun habe ich erfahren, dass dies ein Sport ist, den man sogar mit 50 Jahren noch anfangen kann, da der Sport in verschiedene Altersklassen bis hin zu 65+ eingeteilt ist. Helmut Vogl, der Chef von Lauretana für Deutschland, Österreich und Schweiz, hat zum Beispiel diesen Sport mit 50 Jahren begonnen. Er ist jetzt 60 Jahre, trainiert regelmässig und nimmt an Tunieren teil.

Es ist also nie zu spät!!

Ich möchte unbedingt weitertanzen und ich denke, dass ich auch mal Tuniere tanzen werde. Wenn man mich fragt WANN, so kann ich darauf jetzt keine Antwort geben. Ich bin mit Leib und Seele Kampfsportlerin und möchte noch viele Jahre kämpfen. Ausserdem kann man so etwas nicht planen. Der Schritt vom Hobbysport in den Leistungssport ist nie etwas, was man plant, sondern ein dringender Wunsch und Bedürfnis von innen. Wenn dieser Wunsch nicht ganz groß hochkommt, dann sollte man den Weg auch nicht gehen. Ich habe das Boxen als Leistungssport nie geplant, sondern der Wunsch ist in mir hochgekommen mit so einer großen Kraft, dass ich dies unbedingt machen musste.

Aber ob Tuniertanz oder nicht- Tanzen hat so eine positive Energie, dass ich mir ein Leben ohne Tanzen nicht mehr vorstellen kann!

Danke!

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Ein Grund dafür, dass ich die letzten 3 Monate so eine tolle Zeit hatte, war allerdings nicht nur das Tanzen, sondern auch mein Tanzpartner und -trainer Dimitar Stefanin. Mein Spitzname für ihn war „Sonnenschein“ weil er einfach die Sonne im Herzen hat. Dank ihm war jeder Tag während Dancing Stars ein wunderschöner Tag. Er hat das Beste aus mir in kurzer Zeit herausgeholt und hat dafür gesorgt, dass ich nicht nur tänzerisch, sondern auch mental sehr gut drauf war. Es verging kaum ein Tag, an dem wir nicht gelacht haben. Ich kann mich noch erinnern, wie ich mich immer so kaputt gelacht habe, wenn wir Paso Doble getanzt haben. Er hatte so eine Art „Paso Doble Gesicht“, ein furchtbar ernster Gesichtsausdruck, der eigentlich gar nicht zu ihm passte, und ich immer losprusten musste, wenn er dieses Gesicht aufsetze. Bis zur Generalprobe hatte ich Mühe nicht laut zu lachen, wenn es losging. Beim Jive war es der sogenannte Schuhputzer-Move, der mich jedes Mal zum Lachen brachte. So hatte fast jeder Tanz eine Stelle, die mich aus der Fassung gebracht hat. Ich habe mich dann immer entschuldigt, wenn meine Konzentration dann an dieser Stelle dahin war und seine Antwort war „Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag“.

Dimitar ist menschlich eine Person wie ich nur wenige Personen kenne und ich bin Dancing Stars dankbar, dass ich solch einen tollen Menschen kennenlernen durfte. Sollte er als Profi wieder dabei sein, dann werde ich an der Tanzfläche sitzen und ganz laut für ihn und seine Tanzpartnerin schreien!!

Bei Dancing Stars mitzumachen ist etwas ganz Besonderes. Es war ein wahnsinnig toller Lebensabschnitt und ich bin einfach dankbar für diese tolle Erfahrung! Ich möchte dem ORF für diese tolle Erfahrung danken!!

Ein großes Dankeschön an dieser Stelle auch an die vielen Personen, die an diesem Projekt beteiligt waren wie z.B. die Inspizienten, die versucht haben unseren Alltag so leicht wie möglich zu machen; Ramesh Nair, der uns immer ein tolles Feedback gegeben hat, weil er wollte, dass jedes Paar das Beste aus sich herausholt. Danke an die Maske Helga Stepke, die mir immer so solle Frisuren und Make-up gezaubert hat und mich jeden Freitag so toll verwandelt hat!! Danke an das Kostüm- Team insbesondere Stefanie Hofer und Claudia, die unseren Tänzen immer eine tolle Optik gegeben haben! Danke an das Kamera-Team, die uns immer beim Training gefilmt haben (daraus sind immer die Videos vor dem Tanz entstanden) und die immer eine positive Stimmung verbreitet haben! Danke an die Jury für das fachliche Feedback und motivierende Worte, habe versucht es umzusetzen soweit es ging :-) Ich werde die letzten Worte der Jury, die gleichzeitig der Abschied waren, nicht vergessen.

Photografie: A. Breinl (Moulin Rouge Showteam: Dimitar Stefanin, Helene Exel, Elisabeth Sperr, Sascha Gent, Rene Friesacher und Nicole Wesner)

Photografie: A. Breinl (Moulin Rouge Showteam: Dimitar Stefanin, Helene Exel, Elisabeth Sperr, Sascha Gent, Rene Friesacher und Nicole Wesner)

Danke an die Pressestelle und alle Medien, die dafür gesorgt haben, dass Dancing Stars jeden Freitag einen Marktanteil von ca. 30% beschert haben. Dancing Stars ist ein tolles Projekt, aber es ist nur dann erfolgreich, wenn die Öffentlichkeit auch davon erfährt.

Danke an die Band, die immer so eine tolle Stimmung in den Ballroom gezaubert hat!! Diese tolle Atmosphäre hat immer sehr geholfen, Spass auf der Tanzfläche zu haben! Danke an die Produktion, die dafür gesorgt haben, dass Dancing Stars mit diesem tollen Glanz wahrgenommen wird! Danke auch an alle Personen, die ich jetzt vielleicht vergesse aufzuzählen, weil Dancing Stars so ein Riesen-Projekt ist, dass man da leicht mal jemand vergisst!! Danke an unser Show-Tanzteam Helene Excel, Elisabeth Sperr, Sascha Gent und Rene Friesacher. Ihr seid alle nicht nur tolle Tänzer, sondern habt unseren allerletzten Tanz auf der Fläche auch emotional zu etwas Besonderem gemacht!

Meine letzten Worte gelten den Personen, die das Ganze so unvergesslich gemacht haben und zwar allen Personen, die mit einer positiven Energie Dancing Stars zu dem gemacht haben, was es ist: mein Tanzpartner; meine lieben Dancing Stars Kollegen; alle die mitgefiebert und Daumen gedrückt haben, mir positive Nachrichten geschrieben haben, alle Personen, die für uns ge-votet haben und dafür sorgten, dass wir bis zur letzten Sendung tanzen durften. Einfach alle, die diese Freude, die ich jeden Tag durch das Tanzen gespürt habe, durch positive Worte, Taten und Gedanken mitgetragen haben. Es sind immer die Menschen, die den Unterschied machen.

DANKE AN ALLE, DIE DANCING STARS ZU EINEM UNVERGESSLICHEN LEBENSABSCHNITT GEMACHT HABEN, DEN ICH IN ERINNERUNG HABE, SELBST WENN ICH MIT 80 JAHREN AUF DER PARKBANK SITZE UND MEIN LEBEN REVUE PASSIEREN LASSE.

Photografie: ORF

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Testimonial für neue BIPA-Kampagne

Ich freue mich Testimonial zu sein für die neue BIPA-Kampagne "Weil ich ein Mädchen bin".

Anbei einige Anzeigenmotive sowie der aktuelle TV-Spot mit u.a. der legendären Dagmar Koller, Mode Designerin Lena Hoschek und mir, die Ihr in diversen Printmedien und Urban Media (Citylights, Billboards, U-Bahnen, etc.) seht.

Bipa_Ich bin süss.png
BIPA_Ich achte auf meine Gesundheit.png
BIPA_ich weiss wie ich meine Zähne schütze.png

Mehr Informationen zur Kampagne findet Ihr hier

Rezept: Cashew-Milch

Pflanzenmilch kann man sehr leicht selbst machen und muss nicht teuer aus der Packung (ergo weniger nährstoffreich) gekauft werden.

Fotografie: Nicole Wesner

Fotografie: Nicole Wesner

Zutaten für den Cashew-Mus

  • 250 g Cashews (eine geringere Füllmenge ist nicht ratsam)
  • 250 ml Wasser z.B. Lauretana

 

Zutaten für 200 ml Cashew-Milch

  • 1 TL bis 1 EL Cashew-Mus (je nachdem, welche Konsistenz Ihr mögt)
  • ca. 200 ml Wasser
  • optional: eine Priese echte Vanille
  • optional: 1 Messerspitze Süssmittel Eurer Wahl

 

 

 

 

Zubereitung

Mixt die Cashews und das Wasser in einem Hochleistungsmixer wie z.B. Vitamix auf der höchsten Stufe für ca. 1 Min. Nun habt Ihr Cashew-Mus, den Ihr für viele Rezepte verwenden könnt wie z.B. als Sahne-Ersatz für Sahne-Saucen oder Salat-Dressings. Gut verschlossen und gekühlt hält er eine knappe Woche.

Für die Zubereitung der Milch nehmt Ihr je nach Geschmack 1 TL oder 1 EL auf 200 ml Wasser und fügt eventuell noch Vanille und ein Süßungsmittel dazu, um den Cashew-Geschmack zu mildern.

Nun einfach alle Zutaten kurz im Hochleistungsmixer blenden und fertig ist Eure Pflanzenmilch!

Nächte Weltmeisterschaft ist fix!

Fotografie: Irene Schaur

Fotografie: Irene Schaur

Am 4.12.2016 werde ich in Hamburg meine drei Titel gegen Diafana Salazar verteidigen. Sie kommt aus der Domenikanischen Republik und hat eine Kampfbilanz von 9 Kämpfen und 9 Siegen, davon 8 durch KO.

Es ist die erste Gegnerin von der ich nichts weiss. Meistens findet man ja doch mal eine Video-Sequenz von jemand, aber bei Salazar bin ich nicht fündig geworden. Vielleicht hat das auch einen Vorteil. Im letzten Kampf habe ich mir ein paar gezielte Aktionen für die Gegnerin ausgedacht, die aber leider nicht funktioniert haben, aber ich habe sie dennoch immer wieder wiederholt. Manchmal ist man etwas zu festgefahren, wenn man denkt, man wüsste mit welchen Mitteln man den Gegner besiegt. Solch eine Erfahrung haben schon einige Boxer gemacht. Ich werde gut vorbereitet in den Ring steigen und dann werde ich nach den ersten Minuten merken, mit welcher Strategie und Taktik ich sie bekämpfen kann.

Mit dabei wird die Wiener Band Youno sein. Ich spiele die Hauptrolle in dem Musik-Video ihres neuen Songs, den sie dort zum ersten Mal live spielen werden. 

Boxen im Norden ist bekannt für tolle Events. Die Matchmakings sind gut und auch das ganze Drumherum ist stilvoll. Ich freue mich sehr, dass ich dort boxen darf. Neben mir wird noch mein Boxkollege Mansur Elsaev (ebenfalls Gym23, Wien), Jürgen Doberstein (Saarland), Sebastian LoZito (Hamburg) sowie Rafael Bejaran (Hamburg) boxen. Die Karten sind ab sofort via www.eventim.de erhältlich.

Rede und Award auf der Convention der World Boxing Federation

Dieses Jahr war die Convention der World Boxing Federation in Maribor und ich hatte die Ehre eine Rede zum Thema Zen und Kampfsport zu halten. 

Auf der Convention habe ich auch den physischen Award erhalten, den ich Anfang des Jahres verliehen bekommen habe. Ausserdem ich ich die Gelegenheit tolle Boxer und ehemalige Champions wie Nino Benvenuti, Robin Reid (rechts unten) oder Donny Lalonde (links unten) kennenzulernen. Mit Donny habe ich sogar eine Trainingseinheit absolviert :-) Ein tolles Wochenende liegt hinter mir und mit nach Hause nehme viele gute Momente.

1. Titelverteidigung um 2 Tage verschoben

Meine 1. Titelverteidigung (Wismar), die ursprünglich für den 4. September geplant war, ist nun um 2 Tage verschoben worden. Grund ist das EM-Qualifikationsspiel Deutschland gegen Polen, welches in RTL übertragen wird. In manchen Städten hat dies vielleicht keinen großen Effekt, aber Wismar ist eine sehr Fussball-lbegeisterte Stadt, so dass das Projekt-Team sich entschieden hat, die WM lieber auf den Sonntag zu legen. Da die ursprüngliche geplante Halle am 6.9 jedoch nicht frei war, findet der Kampf wie vor einem Jahr in der Markthalle statt, worüber ich mich sehr freue, denn die Markthalle hatte eine ungewöhnlich schöne Atmosphäre (vielleicht erinnert sich der ein oder andere an das Foto, dass ich vor 1 Jahr von der Halle gemacht habe)

Ostseezeitung 8/9. August 2015

Ostseezeitung 8/9. August 2015

Ostsee-Zeitung 8./9. Augst 2015

Ostsee-Zeitung 8./9. Augst 2015

Karten, die für den 4.9 bereits gekauft wurden, behalten für den 6.9 ihre Gültigkeit

Ostsee-Zeitung 13. August 2015

Ostsee-Zeitung 13. August 2015

801010- (fast) nur noch rohes Obst und Gemüse. Mein radikaler Ernährungswechsel vor 1 Jahr

Als ich mit dem Boxsport begann, musste ich mich zwangsläufig auch mit dem Thema Gewichtsmanagement auseinandersetzen, um in meiner Wunsch-Gewichtsklasse antreten zu können. Lange habe ich mich Low Carb (also High Protein / High Fat) ernährt, bis ich aus verschiedenen Gründen (sh. Kapitel „Meine Ernährung“) von jetzt auf nachher einen komplett anderen Kurs eingenommen habe: High Carb Low Fat (HCLF) und hauptsächlich aus Rohkost. Dieser Wechsel fand im März 2014 statt. Mittlerweile ist also über ein Jahr vergangen, so dass ich über einige Erfahrungen berichten kann.

Ich hatte schon einige Rohkostversuche unternommen und mir eingebildet, ich vertrage es nicht gut. Heute weiss ich auch warum. Bei Gelegenheit werde ich mal über meine Rohkost-Ernährungsfehler berichten, denn ich möchte meine Erfahrungen gerne weitergeben an all diejenigen, die glauben sie vertragen Rohkost nicht gut- so wie ich es einst auch geglaubt habe.

Im Bereich der Rohkost gibt es verschiedene Ernährungsformen. Viele Rohköstler nehmen große Mengen an Fett zu sich (Nüsse, Samen, Avocados etc.). Andere essen viel stärkehaltige Lebensmittel (z.B. Getreide). Meine Ernährungsform hingegen basiert hauptsächlich aus Obst (Hauptnahrungsmittel) und Gemüse und lässt sich in die Ernährungsweise 801010 einordnen, dessen Begründer Dr. Graham ist, auch wenn ich hier und da ab und zu von Dr. Grahams Lehre abweiche.

Diese Zahlen beschreiben dabei das Kalorienverhältnis:

Meine Gesamtkalorien bestehen zu

  • 80% aus Kohlehydraten
  • 10% aus Eiweiss und
  • 10% aus Fett.
Meine neue Ernährungsweise lässt sich in die Ernährungsweise 801010 einordnen

Beispielsweise esse ich 3000 Kalorien pro Tag, dann bestehen 2400 kcl aus Kohlehydrate (600 g), 300 kcl aus Eiweiss (75 g) und 300 kcl aus Fett (33 g). Diese Ratio gilt natürlich nur ungefähr. Mal habe ich Tage, da habe ich einen Eiweiss- oder Fettanteil von etwas unter 10 %, an anderen Tagen etwas über 10 %. Diese Prozent-Angaben sind eher als Mittelwerte zu betrachten.

Man ernährt sich dabei von rohem Obst und Gemüse (in der Version Rawtil4 ab 16 Uhr auch gerne gekocht), ferner in geringem Maße auch Nüsse und Samen und man verzichtet dabei auf Salz, Essig, Öle und sonstiger verarbeiteter Ernährung. Ebenso verzichtet man auf anregende Nahrungsmittel wie Kaffee, Tee oder Kakao, was ich jedoch in geringem Maße schon esse/trinke. Weiterhin soll man viel Wasser trinken, ausreichend schlafen, auf genügend Sonnenlicht achten und sich ausreichend bewegen (mehr Infos zu 801010 findet Ihr im Netz oder Ihr lest das Buch von Dr. Graham, siehe weiter unten)

                                            Fotografie: Nicole Wesner

                                            Fotografie: Nicole Wesner

 

Die Vorteile, die ich erlebe:

  • Hohes Energie-Level, auch nach einer Mahlzeit –ich fühle mich unglaublich gut
  • Geistige Klarheit: ich habe auf einmal sehr deutlich gemerkt, wie die Ernährung den Geist beeinflusst. Wenn ich z.B. lange Zeit strikt roh esse und dann wieder etwas Gekochtes, fühle ich mich fast benebelt. Wenn ich am Abend mal etwas Gekochtes esse wie z.B. ein Restaurant-Besuch mit Freunden, dann komme ich morgens deutlich schwerer aus den Federn und brauche länger "bis der Motor anspringt", als wenn ich mich 801010 roh ernähre.
  • Keine Gelüste mehr: mit der Low Carb Ernährung hatte ich stets Gelüste, aus jeder Ecke lachten mich Kohlehydrat-haltige Sachen an. Das habe ich nicht mehr
  • Abnehmen: trotz der vielen Kohlenhydrate habe ich abgenommen. Ich hungere nicht, habe keine Gelüste und nehme trotzdem ab
  • Unkomplizierte Ernährung: auch wenn es viele tolle Rohkost-Rezepte gibt, die ich auch ab und zu ausprobiere, so ist es eher die Regel, dass ich es einfach halten.  Ohne das Kochen und weniger Abwaschen spare ich viel Zeit. Wenn ich unterwegs bin, habe ich meist Trockenobst wie Datteln dabei und Obst gibt es in jedem Supermarkt zu kaufen.
  • "The greatest value of raw food is its transformatic value" (Joe Alexander). Rohkost hat nach Erfahrung vieler Rohköstler die Fähigkeit, die Selbstheilung des Körpers anzuregen und Krankheiten zu heilen. Der Erklärungsansatz ist, dass der Körper nicht mehr damit beschäftigt ist, Lebensmittel zu verarbeiten, die dem Körper fremd sind wie künstliche Aromen, Konserverungsstoffe, durch den Kochprozess veränderte Nahrung etc. und somit besser die Möglichkeit hat, interne Heilungsprozesse im Bedarfsfall in Gang zu setzen. Darüber kann ich persönlich keine Erfahrungen berichten, was wohl daran liegt, dass ich keine Krankheit oder Allergien habe. Allerdings habe ich Bekannte, die mir von entsprechenden Erfahrungen berichten. Zum Beispiel kenne ich. ein Mädchen, die mir erzählt hat, wie ihre Neurodermitis nach circa zwei Jahren reiner Rohkost gemäß 801010 verschwunden ist.
Hohes Energie-Level, auch nach einer Mahlzeit –ich fühle mich unglaublich gut

 

Soooo wenig Eiweiss und dass auch noch als Leistungssportler?

Ich höre schon die Reaktionen;-)  Dabei kann ich Euch beruhigen: seit März 2014 ernähre ich mich schon so. Im Krafttraining drücke ich genauso viel wie vorher, ich schlage genauso hart wie zuvor und optisch hat sich auch nichts verändert. 

Selbstverständlich kenne ich die Empfehlungen, dass ein Leistungssportler 1,6 g – 1,8 g Eiweiss pro Kilo Körpergewicht essen sollte, denn schliesslich habe ich mich selbst lange so ernährt. Allerdings zweifel ich mit meinen Erfahrungen seit meiner Umstellung an, ob diese hohe Menge Eiweisskonsum wirklich notwendig ist. Meinen Eiweiss-Anteil nehme ich über Obst und Gemüse und ferner über (in geringem Maße) Nüsse und Samen zu mir. Am Abend trinke ich ab und zu einen Eisweiss-Shake aus Reisprotein (wie z.B. Sunwarrior, der sogar in Rohkostqualität hergestellt wird, d.h. wurde nie über 42 Grad erhitzt), obgleich dies nicht der reinen Lehre von Graham entspricht. Aber ich weiche in ein paar Dingen von Dr. Graham leicht ab.

 

Wie behält man denn den Überblick, das Verhältnis 801010 einzuhalten?

Anfangs habe ich mit einer App gearbeitet, die mir das ausgerechnet hat (zu finden auf www.cronometer.com). Aber man braucht so etwas eigentlich nicht. Wenn man sich nach Dr. Graham ernährt, kommt man automatisch ungefähr auf dieses Verhältnis.

 

Ist das denn eine natürliche Ernährungsform?

Dr. Graham hat einen interessanten Erklärungsansatz über die natürliche Ernährungsweise. Er fragt: was würden wir Menschen am liebsten essen, wenn wir in der freien Natur wären? Würde uns das Wasser im Mund zusammenlaufen, wenn wir vor einem Getreidefeld stehen? Nein. Würde uns das Wasser im Mund zusammenlaufen, wenn eine Kuh vor uns laufen würde? Nein. Aber wenn wir einen Apfel sehen würden- was wäre unser Instinkt? Wir würden reinbeisssen wollen! Ich finde, die Logik hat was.

 

Wie schaut so ein Tag aus, wovon ernähre ich mich?

Tagsüber esse ich meist Obst. Damit ich von Obst satt werde, muss ich natürlich größere Portionen essen. D.h. kein ununterbrochenes Essen den ganzen Tag wie z.B. hier einen Apfel, da eine Banane etc, sondern man bereitet sich größere Portionen zu. Ein klassisches Frühstück bei mir ist z.B. ca. 8 Bananen, die ich zu einem Brei mixe und manchmal mache ich ein paar Gewürze dazu wie echte Vanille, Carob, Kakao (Kakao ist nicht 801010 nach der reinen Lehre), Zimt etc. Mittags mach ich mir oft einen Obstsalat mit einer Fruchtsoße. Abends esse ich meist einen Salat (das Dressing mache ich nicht mit Essig und Öl, sondern aus Gemüse und/oder Obst oder aus einer Avocado), Gemüsenudeln oder Gemüse mit Dip.

Um etwas Abwechslung reinzubekommen, koche ich manchmal, jedoch eher selten abends etwas mit Kartoffeln, Gemüse, manchmal auch Getreide. Ein Gericht, dass ich abends ab und zu esse sind z.B. selbstgemachte Ofen-Pommes. Tagsüber roh und abends nach 16 Uhr gekocht zu essen, ist die sog. Rawtil4-Variante.

 

Nur Obst und Gemüse- ist das nicht langweilig?

Ich hätte es nicht gedacht aber: nein, es macht wirklich Spass so viel Obst zu essen. Vielleicht hat Dr. Graham ja Recht, dass wir von Natur aus Obstesser sind. Und wenn ich doch mal Lust auf etwas anderes habe z.B. wenn ich mit Freunden auswärts esse, dann esse ich es auch. Ich sehe mich nicht als Sklave einer Ernährungsform. Eine 80%-Variante habe ich es genannt, denn weitestgehend ernähre ich mich nach 801010, aber manchmal esse oder trinke ich auch mal etwas anderes bei z.B. sozialen Gelegenheiten (bei Freunden, Restaurant-Besuch etc.). Und wenn ich zu oft etwas anderes esse (z.B. in der Woche nach dem Kampf esse ich alles Mögliche), dann komme ich eh wieder auf 801010 zurück, da ich mich damit einfach am besten fühle.

In den Wochen vor dem Kampf ernähre ich mich fast 100 % 801010 (roh), da ich die Vorteile dieser Ernährungsform gerade in der Vorbereitungs-Phase haben möchte (Energie-Level, Gewicht, Klarheit). Trotz meiner Ausnahmen hier und da bezeichne ich mich selbst als Rohköstlerin, da dies die Ernährungsform meines täglichen Lebens ist.

 

Weiterführende Informationen:

Dr. Douglas N. Graham ist der Begründer dieser Ernährungsform. Dieses Buch vermittelt interessante Informationen zum Hintergrund und Umsetzung. Lohnenswertes Buch!

Becoming each day a better version than the day before.

 

Anmerkung: Schon oft habe ich mich mit Leuten zu dem Thema Ernährung unterhalten. Die Erfahrung, die ich dabei gemacht habe ist, dass Ernährung ein sehr persönlicher Weg ist. Jeder macht seine eigenen Erfahrungen. Wenn ich über meine Ernährung spreche, so ist dies auch nur eine Beschreibung meines persönlichen Weges und meiner Erfahrung. Ich möchte niemanden zu etwas überreden und ich halte mich auch allgemein von Diskussionen zum Thema Ernährung fern, weil dieses Thema leider oft sehr emotional diskutiert wird. Die Studienlage ist oft sehr widersprüchlich und eine absolute Wahrheit kann man in diesem Thema wahrscheinlich nie finden, weil das Themengebiet so komplex ist. Daher probiere ich Dinge aus und schaue wie es mir dabei geht. Vielleicht bin ich jetzt von etwas überzeugt und irgendwann probiere ich etwas Neues und bin davon überzeugter.

Wenn ich auf meiner Homepage über meine Ernährung schreibe, dann ist dies daher lediglich eine Beschreibung meines höchst persönlichen Wegs, von dem ich diesem Moment überzeugt bin. Ich werde sehr oft zu meiner Ernährung befragt und teile meine Erfahrungen gerne. Jeder muss jedoch seine eigenen Erfahrungen machen und seinen Weg finden.