Frauen und die biologische Uhr? Ich habe weiterhin alle Optionen.

 Fotografie: Kay Uwe Fischer

Fotografie: Kay Uwe Fischer

Wie Ihr wisst, bin ich vor kurzem 41 Jahre alt geworden. Wie Ihr auch wisst, habe ich noch keine Kinder. Dafür gibt es eigentlich keinen besonderen Grund. Es hat sich einfach bisher noch nicht ergeben. Beziehungen, die nur ein paar Jahre gehalten haben; eine lange Phase, in der ich ein überzeugter Single war- Geschichten, die das Leben schrieb. Viele Frauen werden ab Mitte 30 nervös und suchen hastig einen Mann, um das Projekt „Familie“ durchzuziehen, aber das war nie meins. So etwas ist für mich keine Basis und das Thema Familiengründung ist viel zu ernst, als dass da der Faktor Zeit eine Rolle spielen darf. Ein Kind sollte meiner Meinung nach die Folge einer guten Beziehung und nicht die Ursache dafür sein.

Eigentlich wollte ich schon immer Kinder haben, aber der Wunsch war mit 20 noch ganz weit weg. Irgendwie war der Wunsch mit 30 immer noch weit weg und so gingen die Jahre dahin. Jetzt bin ich 41 Jahre, ich habe mich nie gegen eine Familie entschieden, aber irgendwann hat es die Zeit entschieden. FAST.

Dieses Jahr habe ich mich daher entschlossen Eizellen einfrieren zu lassen. Ich hatte es schon mit 35 Jahren vor, aber mein Frauenarzt hatte es mir ausgeredet, dass ich noch viel zu jung sei, obwohl 35 Jahre es aus heutiger Sicht perfekt gepasst hätte. Wobei sich die Forschung zu dem Thema in den letzten Jahren rasant entwickelt hat, vielleicht hat es doch seinen Sinn gehabt.

Mir war es wichtig, eine Organisation zu finden, die renommiert ist und stets am neuesten Stand der Wissenschaft ist. Daher habe ich mich entschlossen, mich der internationalen Kinderwunsch-Organisation IVF Prof. Zech anzuvertrauen, die Standorte in Österreich (Salzburg und Bregenz), Liechtenstein, Schweiz, Italien und vielen weiteren Ländern haben.

Mein Inner Circle wie meine Familie, Freunde, Trainer und einige Sportkollegen haben mitbekommen, dass ich dies mache. Am Anfang war ich noch etwas verhalten mit der Information, aber ich habe soviel gutes Feedback bekommen, dass ich zu dem Thema immer offener wurde. Insbesondere die Frauen, denen ich davon erzählt habe, waren sehr interessiert an dem Thema und viele waren auch dankbar, dass ich so offen darüber gesprochen habe. Mir ist bewusst geworden, dass mein ganz persönliches Thema gar kein ungewöhnliches Thema ist, denn vielen Frauen geht es ähnlich wie mir. Daher möchte ich das Thema auch etwas mehr in die Breite tragen und Frauen zeigen, welche Möglichkeiten es gibt. Ich bin unheimlich froh, diesen Schritt unternommen zu haben.