(F)rohe Weihnachten!

Die Zeit verging mal wieder wie im Flug und auf einmal steht Weihnachten vor der Tür. Als Kind konnte ich Weihnachten kaum erwarten, zählte die Tage und Stunden bis zum Heiligen Abend- die Zeit wollte einfach nicht vergehen und die Türchen des Adventskalenders waren wichtige tägliche Meilensteine bis zum großen Tag. Heute vergeht die Zeit so ruckizucki, dass ich jedes Mal verwundert bin, dass wir tatsächlich schon wieder Weihnachten haben. Geht es Euch auch so?

Damals war sicher die Bescherung der Mittelpunkt des Geschehens, heute ist der damals wichtigste Punkt des 24. Dezember der Unwichtigste geworden. Vor sehr vielen Jahren haben wir innerhalb der Familie beschlossen uns nichts mehr zu schenken, was den Dezember um einiges entspannter macht.

Jetzt ist der wichtigste Grund, dass wir einen fixen Tag im Jahr haben, an dem sich die Familienmitglieder aus unterschiedlichen Teilen von Deutschland, Österreich und Frankreich treffen, um einen schönen gemeinsamen Abend zu haben. Wir essen bis die Bäuche platzen, erzählen wie Wasserfälle bis in die Morgenstunden und oft singe ich mit meinem französischen Cousin Karaoke. Er hat so eine unglaubliche Stimme und dann denke ich manchmal, dass es toll wäre, wenn er mal meinen Einmarschsong singen würde. Vielleicht kriegen wir das mal hin. 

Wie so viele Sportler lebe auch ich viel aus dem Koffer, da ich relativ viel reise, so dass ich vor Weihnachten manchmal gar nicht so viel Lust auf die vielen Kilometer habe, bis ich bei der Familie bin. Nach Weihnachten bin ich dann sehr froh -jeder Kilometer war es wert, denn schliesslich hat man nur eine Familie. Weihnachten hat nicht mehr die Bedeutung wie in der Kindheit- wichtiger ist, dass die Familie einen "Jour fixe" hat, an dem man gemeinsam eine schöne Zeit verbringt. Natürlich sehe ich meine Familie auch unabhängig von Weihnachten, aber in dieser Konstellation leider nicht so oft.

Ich wünsche Euch allen, dass Ihr mit all Euren Liebsten eine wunderschöne Zeit habt! Weihnachten ist eine emotionale Zeit und ich wünsche allen viele positive Emotionen in diesen Tagen. Ich nehme mir vor meine Familie fest zu drücken und zu sagen wie lieb ich sie hab, denn das sag ich viel zu selten. Manchmal braucht man Tage wie Weihnachten, um dankbar für selbstverständliche Dinge wie eine tolle Familie zu sein.

Manchmal braucht man Tage wie Weihnachten, um dankbar für selbstverständliche Dinge wie eine tolle Familie zu sein.

Da das Essen eine nicht unerhebliche Rolle über die Feiertage spielt, habe ich Euch noch ein Rezept geschrieben. Es sind rohköstliche Weihnachtstrüffel, die nahezu fettarm sind, also eine Möglichkeit den Weihnachtsteller etwas "leichter" zu machen :-)

(F)rohe Weihnachtstrüffel

Dieses Rezept ist sehr einfach und schnell zubereitet. Ihr kauft frische Medjool-Datteln und könnt mit verschiedenen Zutaten ganz tolle Trüffel zaubern.

Im Prinzip ist es ein Rezept mit vielen Variationen. Feste Mengenangaben habe ich nicht, da ich das meist nach Gefühl mache.

  • Schoko-Trüffel: entsteinte Medjool-Datteln mit rohem Kakao (Rohkostbasis, also nie über 42 Grad erhitzt) vermengen und zu Kugeln formen. 
  • Erdmandel-Trüffel: entsteinte Medjool-Datteln mit Erdmandel-Plättchen (Rohkost-Basis) vermengen und zu Kugel formen
  • Apfel-Zimt-Trüffel: getrocknete Apfel-Scheiben in kleine Stücke schneiden. Mit entsteinten Medjool-Datteln sowie Zimt vermengen und zu Kugeln formen
  • Pflaumen-Lebkuchen-Trüffel: getrocknete Pflaumen, entsteinte Medjool-Datteln und Lebkuchengewürz (Nelke, Zimt, Koriander, Ingwer, Kardamom, Muskat, Anis, Piment) vermengen und zu Kugeln formen
  • Carob-Trüffel: entsteinte Medjool-Datteln und Carol-Pulver vermengen und zu Kugeln formen.

Die Kugeln könnt Ihr einige Stunden oder über Nacht ins Gefrierfach stellen, so dass sie etwas härter werden. 

Ihr seht, dass es wirklich eine simple Sache ist, aber ganz toll schmeckt. Dies sind nur ein paar Vorschläge, es gibt noch unzählige Möglichkeiten für leckere Kreationen.

(F)rohe Weihnachten und habt ne schöne Zeit!

Eure Nicole